Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.09.2019


Innsbruck

Leidenschaft zum Sport als verbindendes Element

Lebenshilfe-Klienten aus Reutte und Imst waren beim Firmenlauf am Start. Die Motivation war mindestens so groß wie die persönlichen Erfolge.

Menschen mit und ohne Behinderung gingen im Team Lebenshilfe beim Tiroler Firmenlauf an den Start.

© LebenshilfeMenschen mit und ohne Behinderung gingen im Team Lebenshilfe beim Tiroler Firmenlauf an den Start.



Von Simone Tschol

Ötztal, Reutte, Innsbruck – Betreute Mitglieder der Lebenshilfe aus dem Bezirk Imst und Reutte waren heuer Teil der großen Sportfamilie beim Tiroler Firmenlauf. Sie gingen im Team Lebenshilfe gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung an den Start.

Aus dem Ötztal waren diesmal Maria Rauch aus Sölden sowie Michaela Schöpf und Ronny Naurauther aus Längenfeld dabei. Die Idee zur Teilnahme kam von Schöpf, für die es schon der dritte Start beim Firmenlauf war. Neben ihrer Arbeit in der Lebenshilfe Umhausen ist ihr körperlicher Ausgleichssport wichtig. So trainiert sie auch im Winter regelmäßig und nimmt seit Jahren auch an Langlaufrennen in Leutasch, Schladming oder Graz teil.

Entsprechend motiviert waren die drei auch vor dem Start. „Wir haben uns schon fest vorbereitet“, bestätigt auch Rauch, die als Mobile Assistentin der Lebenshilfe die beiden unterstützt, eigenständig zu wohnen. Michaela Schöpf jedenfalls sieht noch weiteres Potenzial und nimmt sich vor, dies beim nächsten Mal auch auszuschöpfen: „Dann könnts ihr halt nimmer mit mir mithalten!“

Mit Elisabeth Wilhelm, Gudru­n Baumann, Roland Falger, Waltraud Kaiser, Michael Falger und Wolfgang Wagner entsendete auch die Lebenshilfe Reutte ein starkes Team. Treibende Kraft im Außerfern war Waltraud Kaiser, welche viele andere dazu motivierte, am Firmenlauf in Innsbruck teilzunehmen. „Ich geh’ täglich von meiner Arbeit in Pflach bis in meine Wohnung im Obermarkt“, erklärt Kaiser, die die Strecke mit Stöcken in einer Stunde zurücklegt. Für Roland und Michael Falger war es bereits der zweite Start beim Tiroler Firmenlauf. „Und beim Rotary Lauf beim Autofreien Tag in Reutte hab’ ich auch schon mitgemacht“, betont Roland Falger.

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Teamchefin Kaiser jedenfalls strahlte den ganzen Lauf hindurch, berichtet Elisabeth Wilhelm und zeigt sich von der Eigeninitiative beeindruckt: „Gemeinsame Läufe wie dieser sind immer eine Motivation, sich aufzuraffen, zu trainieren und seine eigene Bestleistung zu verbessern.“

Die beiden Regionalleiter Gernot Wörle (Imst) und Franz-Peter Witting (Reutte) sind sich jedenfalls einig: „Die gemeinsame Leidenschaft zeigt, was die Menschen an dem Tag verbindet!“