Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.09.2019


Bezirk Landeck

Landecker Hilfsaktion für Osteuropa sprengte bisherige Rekorde

Am Umschlagplatz Pontlatz-Kaserne: 60 ehrenamtliche Helfer sowie Soldaten waren beim Verladen der Spendenpakete im Einsatz.

© WenzelAm Umschlagplatz Pontlatz-Kaserne: 60 ehrenamtliche Helfer sowie Soldaten waren beim Verladen der Spendenpakete im Einsatz.



Die genaue Zahl der Spendenpakete kennt Fritz Gastl, Koordinator der Land­ecker Osteuropa-Hilfsaktion, noch nicht. Der bisherige Rekord lag bei 7000 Stück. Dennoch steht für Gastl fest: „Wir haben heuer die größte Menge an Spendengütern bekommen. Das Transportvolumen ist so groß wie noch nie."

Ein 60-köpfiges Team sowie Bundesheersoldaten haben am Dienstag drei Sattelzüge in der Pontlatz-Kaserne startklar gemacht. Drei weitere Lkw sollen in den nächsten Tagen mit den restlichen Gütern beladen werden.

„Die Spendenbereitschaft ist enorm, weit über die Grenzen unseres Bezirkes hinaus", resümierte der Koordinator. Aus dem Montafon und Bregenzer Wald kamen ebenso Sachspenden wie von einem Hotel im Ötztal. Neben überwiegend neuer oder neuwertiger Bekleidung sowie Stricksachen trafen auch größere Güter ein, etwa 80 Matratzen, 20 Pflegebetten, Fahrräder oder eine Couch-Garnitur.

Wie in den vergangenen Jahren haben einige „Spender" die Hilfsaktion zur Müllentsorgung genutzt, wie die Damen des Verpackungsteams festgestellt haben. Eine gebrauchte Perücke musste ebenso entsorgt werden wie verschmutzte Bettwäsche.

Wermutstropfen der Hilfsaktion 2019 ist, dass ein geplanter Moldawien-Transport storniert werden musste. „Es wäre ein Wunsch des Landeshauptmannes gewesen, dieses Land wie voriges Jahr zu unterstützen", schilderte der Koordinator. „Aber die bürokratischen Hürden waren heuer so hoch, dass wir verzichten mussten."

Dem Land sei man abermals zu Dank für die Übernahme der Transportkosten verpflichtet. „Auch allen Spendern, dem ehrenamtlichen Helferteam sowie dem Bundesheer ein herzliches Danke für die Unterstützung", hob Gastl hervor. Das Konto „Hilfe für Osteuropa", AT81 4239 0005 0011 2819 steht weiterhin zur Verfügung. (hwe)