Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.10.2019


Innsbruck

Nahversorger und Direktverbindung ins Zentrum für Kranebitten

Der langgehegte Wunsch nach einem Supermarkt im Stadtteil Krankebitten erfüllt sich — und das schon Mitte Oktober. Zudem wird die Buslinie wird umbenannt und adaptiert.

K statt LK: Mit Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird die Buslinie von bzw. nach Kranebitten umbenannt – und eine halbstündliche Direktverbindung über Hötting zum Terminal Marktplatz hergestellt.

© DomanigK statt LK: Mit Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird die Buslinie von bzw. nach Kranebitten umbenannt – und eine halbstündliche Direktverbindung über Hötting zum Terminal Marktplatz hergestellt.



Innsbruck – In Kranebitten nimmt die Bevölkerung besonders stark Anteil an den Entwicklungen im Stadtteil: Bei der jüngsten Bürgerversammlung, organisiert von der „Initiative Lebensraum Kranebitten“, war der Pfarrsaal erneut brechend voll. Auch die Stadtführung war, allen Turbulenzen zum Trotz, in voller Stärke erschienen – und durfte von Hildegard Auer, der langjährigen, höchst aktiven Obfrau des Stadtteilvereins, Lob für die „gute Kooperation“ entgegennehmen. Schließlich seien brisante Fragen wie die Situierung des geplanten Kreisverkehrs und die Grillplatz-Problematik im Sinne der Anrainer gelöst worden, freute sich Auer – die die Führung im Stadtteilverein in die Hände des bisherigen Beirats Daniel Tschofen übergibt.

Hauptthema war diesmal – neben dem Dauerbrenner Fluglärm – die stark ausbaufähige Infrastruktur im dezentral gelegenen Stadtteil. Und hier gab es positive Nachrichten: Nach jahrelangen Bemühungen habe man es, gemeinsam mit einem Projektentwickler und mithilfe der Stadt, „endlich geschafft“, verkündete MPreis-Geschäftsführer Peter Paul Mölk: In der Anna-Dengel-Straße sperrt ein „Mini-M“ als Stadtteilversorger auf – und zwar schon am 17. Oktober. Mit ca. 200 m2 und 3000 Artikeln ist dieser zwar kleiner als herkömmliche Supermärkte, auch die Gastroecke fällt bescheiden aus – dennoch gab es von den Bürgern tosenden Applaus. Schließlich wird es für die Kranebitter nun endlich möglich, Einkäufe ohne Auto oder Öffis zu tätigen.

Apropos Verkehr: Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) präsentierten Adaptionen bei der Busanbindung des Stadtteils: Mit Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird die Linie LK in „K“ umbenannt; sie verkehrt weiterhin im 15-Minuten-Takt bis Allerheiligen – neu ist aber, dass jeder zweite Bus bis zum Terminal Marktplatz durchfährt. Somit erhält Kranebitten eine Direktverbindung ins Zentrum und retour im 30-Minuten-Takt (ohne Umsteigen). Diese Busse fahren über Hötting. „Wer nicht umsteigen will, der kann künftig also oben herum fahren“, erklärte Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl. Wer wie bisher bei der Technik West vom Bus in die Tram umsteigen wolle, für den ändere sich nichts. Die Fahrtzeit der über Hötting verkehrenden Busse ist laut IVB gegenüber der Umsteigvariante nur unwesentlich länger.

„Kleiner Verlierer“ ist laut IVB Allerheiligen (nur noch vier statt sechs Fahrten pro Stunde zwischen Allerheiligen und Technik). Wegfallen werden die bisherigen Direktfahrten der Linie LK zum Bozner Platz (mittags und abends), diese seien durch die neue Direktanbindung ins Zentrum nicht mehr nötig. Genau dieser Verbindung trauerten aber mehrere Anrainer bei der Bürgerversammlung nach. (md)

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