Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.10.2019


Bezirk Reutte

„Eistraum“ im Untermarkt hat sich für heuer ausgeträumt

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© Tschol



Die Arbeiten für die Neugestaltung der Parkanlage im Untermarkt laufen und auch die technischen Anlagen für das neue Eislaufvergnügen sind in der Umsetzungsphase. Die für diesen Winter geplante Attraktion „Reutte on Ice" wird es aber heuer nicht geben, auch der kleine Eislaufplatz wird heuer nicht aufgebaut.

Vor Kurzem trafen sich die Projektverantwortlichen der AST Eis- und Solartechnik GmbH sowie Vertreter der Marktgemeinde, der Kommunalbetriebe und des TVB, um zu beraten, ob es heuer noch Sinn macht, das neue Eislauf­erlebnis umzusetzen. Vorgesehen war, dass die Umgestaltungsarbeiten des Parks bis 18. November abgeschlossen sind und im Anschluss daran „Reutte on Ice" eröffnet wird.

„Die Arbeiten werden zwar rechtzeitig fertig, aber die Begehbarkeit der Anlage (frisch eingesäte Rasenflächen, neu gesetzte Bäume und Sträucher) ist nur bedingt möglich. Auch mit der Schaffung von kommerziellen Grundlagen ist zu spät begonnen worden", heißt es in einer Aussendung von Gemeinde und AST.

Die Verantwortlichen kamen deshalb zum Schluss, dass eine Umsetzung für diese Wintersaison nur eingeschränkt möglich wäre, und haben sich deshalb einhellig für eine Verschiebung des Projektes um ein Jahr auf 2020/2021 entschieden. AST-Geschäftsführer Klaus Schiffer: „Technisch hätten wir es schon geschafft, aber die kommerzielle Seite wie Marketing, Werbung, Gastro etc. hat uns Probleme bereitet."

Alle Entscheidungsträger haben sich jetzt vorgenommen, die Zeit konstruktiv zu nutzen, um „Reutte on Ice" noch attraktiver zu gestalten. „Unter den gegebenen Umständen wird auch der kleine Eislaufplatz in diesem Winter nicht aufgebaut", heißt es in der Presseaussendung.

BM Oberer bedauert die Verschiebung, kann sich aber für eine „halbherzige" Umsetzung nicht begeistern. „Reutte on Ice muss für die Region der Knüller werden, so war es immer geplant", meinte der Marktchef und fügt hinzu: „Wenn das heuer nicht mehr gewährleistet werden kann, ist es besser, das Vorhaben um ein Jahr zu verschieben, als eine unvollständige Lösung umzusetzen." (TT, fasi)




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