Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 23.10.2019


Bezirk Kitzbühel

Diakonie und Eurotours in Kitzbühel: Kooperation mit Mehrwert

Vor zehn Jahren schufen Eurotours und Diakoniewerk integrative Beschäftigungsplätze in der Betriebskantine in Kitzbühel.

Freuen sich über das Jubiläum: Jobcoach Christina Wörgötter, Simon Moser, Maximilian Zeuner, Koch Matthias Bichl, Melanie Knödl, GF von Eurotours Helga Freund, Bereichsleiter Diakoniewerk Stephan Mader und Kulinarium-Küchenchef Walter Laiminger (v. l.).

© Eurotours/HorejsFreuen sich über das Jubiläum: Jobcoach Christina Wörgötter, Simon Moser, Maximilian Zeuner, Koch Matthias Bichl, Melanie Knödl, GF von Eurotours Helga Freund, Bereichsleiter Diakoniewerk Stephan Mader und Kulinarium-Küchenchef Walter Laiminger (v. l.).



Kitzbühel – Wie selbstverständlich, erfolgreich und harmonisch man Integration im Alltag leben kann, zeigt die Berufsvorbereitung Kulinarium Eurotours in Kitzbühel. Dort wird seit zehn Jahren gemeinsame Sache gemacht. „Wir waren auf der Suche nach integrativen Arbeitsplätzen für junge Menschen, die etwas mehr Unterstützung im Arbeitsalltag brauchen“, erklärt Stephan Mader, Bereichsleiter Behindertenarbeit im Diakoniewerk Tirol. Zeitgleich suchte Eurotours einen Kantinenbetreiber für die neue Zentrale. Nach einigen Gesprächen war man sich einig: Das Kulinarium des Diakoniewerks wickelt die gesamte Mittagsverpflegung in der Betriebskantine ab.

Rund 300 Mitarbeiter arbeiten am Eurotours-Standort in Kitzbühel und können täglich zwischen drei Mittagsmenüs wählen, die von rund zehn Kulinarium-Mitarbeitern täglich frisch zubereitet werden. Für Eurotours ist diese Kooperation eine große Bereicherung: „Es ist aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken“, sagt Helga Freund, Geschäftsführerin Eurotours, „2009 haben wir die neue Geschäftszentrale der Eurotours in der Kirchbergerstraße in Kitzbühel eröffnet und es war die absolut richtige Entscheidung, das Kulinarium mit an Bord zu holen.“ 2015 adaptierte man das Konzept und legt seither den Fokus auf die Berufsvorbereitung.

„Ziel ist, dass wir die jungen Menschen innerhalb von fünf Jahren so weit stärken und fördern, dass sie am ersten Arbeitsmarkt eine Chance haben“, sagt Mader. Sechs junge Menschen, die etwas mehr Unterstützung brauchen bzw. nicht so leicht lernen, erhalten in der Betriebskantine einen guten Überblick über die verschiedenen Arbeitsaufgaben in einer Großküche, im Service und im Verkauf. Nachmittags fördern die Fachkräfte des Diakoniewerks das theo­retische Wissen.

Das Besondere an diesem Konzept ist die zusätzliche Begleitung durch einen Jobcoach. „Er hilft den jungen Menschen bei Fragen zu Bewerbungen und stellt Firmenkontakte für Praktika her“, erklärt Mader. Das Konzept zeigt Erfolge.

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„Die tägliche Integration, das selbstverständliche Mitarbeiten je nach Fähigkeiten sowie die Erfahrungen im Rahmen von Praktika stärken das Selbstvertrauen der jungen Menschen enorm“, berichtet Mader. (TT)


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