Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 30.11.2019


Exklusiv

Pflege-Ausbildung: „Umgang mit Gewaltopfern wird zu wenig gelehrt“

Die Klinik-Opferschutzgruppe wünscht ein Umdenken in der Pflege-Ausbildung. Beim AZW findet man die Kritik unangebracht.

„In den verschiedensten Fächern weisen wir immer wieder darauf hin, wie mit Gewaltopfern umzugehen ist“, sagt Walter Draxl, Direktor des Ausbildungszentrum West (AZW).

© Thomas Boehm / TT„In den verschiedensten Fächern weisen wir immer wieder darauf hin, wie mit Gewaltopfern umzugehen ist“, sagt Walter Draxl, Direktor des Ausbildungszentrum West (AZW).



Von Benedikt Mair

Innsbruck – Jeder vierte Patient, der in die Innsbruck Klinik kommt, ist oder war schon einmal Opfer von Gewalt – unabhängig vom Geschlecht. „Vor allem als junger Pfleger ist man mit dieser Situation oft überfordert. Da sie ja selbst oft nicht glauben können, wie viele Menschen Gewalt erfahren“, sagt Andrea Hohenegger, Ambulanzleiterin der Unfallchirurgie und stellvertretende Leiterin der Opferschutzgruppe. Grund dafür sei mitunter die Tatsache, dass das Thema in der Ausbildung stiefmütterlich behandelt werde. „Der Umgang mit Gewaltopfern wird zu wenig gelehrt.“

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