Letztes Update am Di, 25.02.2014 09:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Gemeinsamer Kampf gegen den Brustkrebs



Schwaz – Mit einem eigenen Brustzentrum wird im Bezirkskrankenhaus Schwaz seit Juni 2012 der steigenden Bedeutung der Brustgesundheit Rechnung getragen. Brustdrüsenerkrankungen können hier nach internationalem Standard diagnostiziert und therapiert werden. Im Oktober 2013 folgte eine erfolgreiche Zertifizierung als affiliiertes Zentrum des BrustGesundheitZentrums Tirol. Das Zertifikat wurde mit 15 Jänner auch schriftlich an das Spital übermittelt.

Seither stehe der Bevölkerung regional ein zertifizierter Ansprechpartner in Sachen Brustgesundheit zur Verfügung, der Vorteile einer vergleichsweise kleinen Institution in örtlicher Nähe mit dem gesamten Spektrum modernster und schonendster Behandlungsmöglichkeiten verbinde – das erklärten Geschäftsführerin Margit Holzhammer und Krankenhausverbandsobmann Franz Hauser gestern im Rahmen einer Pressekonferenz.

Im Sinne eines ganzheitlichen Versorgungskonzepts verbindet das Brustzentrum die Fachdisziplinen Chirurgie, Gynäkologie und Radiologie. Durch eine fächerübergreifende Zusammenarbeit könne sich die Patientin im Brustzentrum rundum professionell betreut wissen.

Laut Statistik erkrankt jede achte Frau in Tirol im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. 450 Patientinnen sind jährlich in Tirol betroffen. Nach wie vor ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau – Tendenz steigend. Dank verbesserter Diagnostik und fortschrittlicher Thera­piemöglichkeiten sinkt hingegen die Zahl der durch diese Erkrankung bedingten Sterbefälle. „Ein frühzeitiges Erkennen und eine schnellstmögliche Behandlung steigern die Heilungschancen“, betont der Leiter des Brustzentrums, Hannes Müller. Ihm stehen die Oberärzte Michaela Schwarzenbach, Hannes Mühlthaler, Markus Mühlthaler und Florian Juen sowie die Pflegeteams der Gynäkologie und der Chirurgie zur Seite.

Um eine bestmögliche Versorgung sicherstellen zu können, sei das Knowhow unterschiedlicher medizinischer Disziplinen gefragt, betonen die Mediziner.

Richtungsweisend ist auch die Kooperation mit dem BrustGesundheitZentrum Tirol und der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Innsbruck. So werden alle Fälle im Rahmen einer gemeinsamen Tumorkonferenz in Innsbruck besprochen, wodurch eine Behandlung nach internationalem Standard garantiert werden könne. Die gemeinsamen Fallbesprechungen würden gewährleisten, dass die Patientin im Schwazer Krankenhaus genau dieselbe Therapie erhält, die sie an der Frauenklinik Innsbruck erhalten hätte. Zudem entsteht durch die Kooperation auch die Möglichkeit Patientinnen in klinische Studien miteinzubeziehen. Mit Österreichs erstem zertifiziertem Zentrum für Brustgesundheit an der Frauenklinik Innsbruck hat das Brustzentrum am BKH Schwaz damit einen großen und starken Partner an seiner Seite. (TT)




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