Letztes Update am Mi, 12.03.2014 06:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesellschaft

Mahnwache der Tibeter vor dem Rathaus



Kufstein – An die 50 Personen versammelten sich Montagabend vor dem Kufsteiner Rathaus: teils mit tibetischen Fahnen in der Hand, teils in Landestracht.

Anlass war der tibetische Unabhängigkeitstag, an dem der Kufsteiner Gemeinderat Andreas Falschlunger (Grüne) so wie auch im Vorjahr vorhatte, am Rathaus eine tibetische Fahne aufzuhängen.

„Dieses Jahr hat die Mehrheit des Stadtrates mein Ansuchen aber abgelehnt. Aus diesem Grund gibt es die Mahnwache“, erzählt Falschlunger. In Tibet würden seit mehr als 60 Jahren elementare Menschenrechte des tibetischen Volkes mit Füßen getreten. Kultur, Sprache und Religion seien massiv bedroht. Aus Verzweiflung hätten sich seit dem Jahr 2009 bereits 125 Tibeter, vor allem Mönche, selbst verbrannt. „Das Ergebnis war die Ausstattung der chinesischen Sicherheitsbehörden mit Feuerlöschern“, sagt Falschlunger.

In Österreich gebe es rund 200 Gemeinden, in denen die Fahne aufgehängt worden ist, auch in Wörgl, erklärt Falschlunger. Nur in Kufstein sei man nicht bereit zu diesem Schritt gewesen. „Zumindest sind Bürgermeister Martin Krumschnabel und Stadträtin Brigitta Klein vorbeigekommen und haben sich mit uns solidarisch erklärt“, berichtet Falschlunger. (mm)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.