Letztes Update am Fr, 28.11.2014 18:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brauchtum

Grazer Eiskrippe aus rund 50 Tonnen Eis aufgebaut

Das rund 50 Tonnen schwere Ensemble wurde mit der Unterstützung von flüssigem Stickstoff in stundenlanger Arbeit von Eiskünstler Kimmo Frosti zusammengestellt.

© APA/HARRY SCHIFFERDie Krippe wird am Samstag offiziell eröffnet.



Graz – Die mittlerweile über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannte Eiskrippe im Grazer Landhaushof ist am Freitag aufgebaut worden. Das rund 50 Tonnen schwere Ensemble wurde mit der Unterstützung von flüssigem Stickstoff in stundenlanger Arbeit von Eiskünstler Kimmo Frosti zusammengestellt. Die Krippe wird am Samstag um 18 Uhr offiziell eröffnet.

Die Eiskrippe ist eine noch junge Tradition aber schnell zum Klassiker des Grazer Advents geworden: Seit 1996 setzte der Kärntner Eiskünstler Gert J. Hödl im Renaissancehof des Grazer Landhauses die Figuren in Szene. Aus gesundheitlichen Gründen musste er diesmal passen. Darum durfte Kimmo Frosti Hand an die mehr als 300 Eisblöcke legen.

Um etwaigen Warmwettereinbrüchen vorzubeugen, liegen immer Reservegarnituren an Figuren auf Eis. Bei Bedarf wird eine frische Gruppe der Heiligen Familie aus dem Kühlfach geholt. Es geht die Mär, dass unter den Grazern mittlerweile Wetten abgeschlossen werden, ob die Eiskrippe die zuletzt vermehrt warmen Temperaturen im Advent übersteht.

Die Eiskrippe mit den lebensgroßen Krippenfiguren und stimmiger Beleuchtung ist ein - wenn auch vergängliches - Kunstwerk und Höhepunkt des Grazer Advents. Sie war 1996 die weltweit erste und einzige Weihnachtskrippe aus klarem Eis in dieser Dimension, heißt es von der Stadt Graz. (APA)