Letztes Update am Mo, 15.06.2015 13:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Muren in Sellrain und See

Asylwerber helfen nach Unwettern: Arbeitsgeräte gesucht

Nach der Unwetterkatastrophe in Sellrain und See meldeten sich auch Asylwerber, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Die Organisatoren suchen händeringend nach Rechen und Schubkarren.

Eine Luftaufnahme vom 9. Juni 2015 zeigt vermurte Häuser im Paznauntal.

© APAEine Luftaufnahme vom 9. Juni 2015 zeigt vermurte Häuser im Paznauntal.



Sellrain/See – Muren zerstörten vor einer Woche Teile der Orte Sellrain und See. Gleich war klar: Die Aufräumarbeiten werden Wochen dauern. Als Zeichen der Solidarität meldeten sich auch Asylwerber, um zu helfen. Das Land hatte bekannt gegeben, dass diese mit anpacken können, sobald die gefährlichen Arbeiten von Profis erledigt wurden.

UPDATE

Unser Aufruf hat Wirkung gezeigt: Am Dienstagvormittag wurde uns mitgeteilt, dass ausreichend Arbeitsgeräte gespendet wurden. „Ich konnte mich vor Angeboten kaum retten“, schreibt uns Organisator Sascha Thaler. Morgen früh sollen sich die ersten Freiwilligen auf den Weg nach See machen. Vielen Dank an alle Spender!

Die Organisatoren der Aktion „Asylwerber zeigen Solidarität“ suchen nun nach Material, das für die Arbeiten noch fehlt. „Wir suchen noch händeringend nach Schubkarren und Eisenrechen“, berichtet Organisator Sascha Thaler gegenüber tt.com. Die Arbeiten in See sollen diese Woche mit der Beseitigung der Flurschäden beginnen.

Thaler ruft deshalb dazu auf, diese Materialien nach Möglichkeit zur Verfügung zu stellen. Als Sammelstelle dient das Flüchtlingsheim Reichenau in der Trientlgasse 2 in Innsbruck. Die Materialien werden von Heimleiter Markus Zettinig entgegen genommen. Da das Eisentor am Eingang versperrt ist, sollten Spender Zettinig unter der Nummer 0664 88277935 kontaktieren. (tt.com)