Letztes Update am Mi, 11.04.2018 09:23

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien

Nachbeben der Stärke 3,4 in Mittelitalien: Bevölkerung in Angst

Das Epizentrum lag in der Ortschaft Pieve Torina. Dort hatten am Dienstag 20 Personen aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen müssen.

Nach einer Serie von schweren Beben in Mittelitalien ist die Angst in der Bevölkerung groß.

© ReutersNach einer Serie von schweren Beben in Mittelitalien ist die Angst in der Bevölkerung groß.



Macerata – Ein Erdstoß der Stärke 3,4 hat in der Nacht auf Mittwoch in Mittelitalien erneut Angst ausgelöst. Es handelte sich um ein Nachbeben nach einem Erdstoß am frühen Dienstag mit Epizentrum in der Provinz Macerata in der Region Marken, der erhebliche Sachschäden verursacht hat.

Bei dem Nachbeben, das sich um Mittwoch gegen 2 Uhr ereignete, gab es weder Todesopfer noch Verletzte, berichtete der Zivilschutz. Das Epizentrum lag in der Ortschaft Pieve Torina. Dort hatten am Dienstag 20 Personen aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen müssen.

Der Erdstoß am Dienstag in der Früh war sogar noch im rund 180 Kilometer entfernten Rom leicht zu spüren und ist nach Angaben der italienischen Erdbebenwarte INGV immer noch Teil einer Bebenserie, die im Sommer 2016 begonnen hatte. Es sei möglich, dass die Erdbebenaktivität noch ein weiteres Jahr anhalte, sagte Carlo Doglioni, der Präsident des INGV.

Regierung und Behörden stehen derzeit in der Kritik, weil der Wiederaufbau nach den schweren Beben im Jahr 2016 so lange dauert und viele Häuser immer noch in Trümmern liegen. In Amatrice gebe es noch kaum Zeichen auf Neubeginn, bemängelt die Bevölkerung.

Am 24. August 2016 waren in Amatrice und Umgebung fast 300 Menschen ums Leben gekommen. In den Regionen Marken, Abruzzen und Latium gab es in den Monaten danach weitere teils schwere Beben. (APA/dpa)