Letztes Update am Mi, 11.07.2018 16:43

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Syrien

Syriens Armee verstärkt Offensive gegen Rebellen im Südwesten

Die Soldaten der syrischen Armee rücken mit Unterstützung der russischen Luftwaffe gegen die Rebellen im Südwesten vor.

© AFP/AbazeedIn Deraa haben sich die massiv unter Beschuss genommenen Rebellen in einem Viertel verschanzt.



Deraa/Damaskus – Die syrischen Regierungstruppen haben am Mittwoch ihre Offensive gegen die Rebellen im Südwesten verstärkt. Beobachter berichteten, die Soldaten rückten mit Unterstützung der russischen Luftwaffe in eine von IS-Verbündeten gehaltene Enklave vor.

Russische Luftwaffe griff Jarmuk-Becken an

Die Luftangriffe galten nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte dem Jarmuk-Becken, das zwischen den von Israel besetzten syrischen Golan-Höhen und Jordanien liegt. Dort hat die Khalid-Ibn-al-Walid-Armee, ein Verbündeter des sogenannten „Islamischen Staates“, die Kontrolle.

Die der Opposition nahestehende Beobachtungsstelle, die in London ansässig ist und sich auf ein Informantennetz in Syrien stützt, teilte mit, die russische Luftwaffe habe erstmals im Bürgerkrieg das Jarmuk-Becken angegriffen. Die Armee von Präsident Bashar al-Assad habe von Hubschraubern aus Fassbomben abgeworfen, Behälter, die mit Sprengstoff und Metallteilen gefüllt sind.

Assad will Südwesten unter Kontrolle bringen

Assad will den Südwesten seines Landes wieder vollständig unter Kontrolle bekommen und hat dazu im Juni eine Offensive gestartet. Seine Armee hat bereits Gebiete in der Provinz Deraa von Rebellen zurückerobert, die der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) angehören. Die anfangs von den USA ausgerüstete FAS im Süden Syriens kämpft sowohl gegen die Regierungstruppen als auch gegen den IS. Die Regierung in Washington erklärte zu Beginn der syrischen Offensive, die Rebellen sollten nicht mit Unterstützung der USA rechnen.

In der gleichnamigen Provinzhauptstadt Deraa haben sich die massiv unter Beschuss genommenen Rebellen in einem Viertel verschanzt. Derzeit wird unter Vermittlung Russlands über ihren Abzug in den Nordwesten Syriens verhandelt. Dort ist Idlib neben Gebieten im Südwesten die einzige Region, die zumindest teilweise noch in der Hand der Rebellen ist. In Deraa fanden 2011 die ersten größeren Proteste gegen Assad statt, die in den Bürgerkrieg mündeten. (APA/Reuters)


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Italien
Italien

Massenpanik in Disco: Jugendlicher Reizgas-Sprüher ausgeforscht

Der Burschen, der vermutlich mit Pfefferspray in der Nacht auf Samstag eine Massenpanik mit sechs Toten in einer italienischen Diskothek ausgelöst hat, soll ...

Italien
Italien

Tote bei Massenpanik in Italien: Fahndung nach Reizgas-Sprüher

Rund 1300 Musikliebhaber hatten sich in einer Disko in der Nähe von Ancona zum Konzert des in Italien überaus beliebten Rappers Sfera Ebbasta eingefunden, al ...

USA
USA

Nach Bränden in Kalifornien kehren erste Anrainer zurück

Die Erlaubnis galt zunächst jedoch nur für 24 Stunden. Die ausgebrannten Gebiete sind ohne Strom, Wasser und Telefonnetz.

Katastrophen
Katastrophen

Unwetter in Kärnten: „Dammbruch hat Lavamünd gerettet“

Meteorologen analysierten das verheerende Unwetter mit Starkregen und Sturm Ende Oktober in Kärnten. Sie sprechen von bisher unbekannten Niederschlagsmengen. ...

Katastrophen
Katastrophen

Tsunami-Warnung im Pazifik nach Beben der Stärke 7,5

Vor der Küste Neukaledoniens kam es in der Nacht zu einem starken Erdbeben in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Weitere Artikel aus der Kategorie »