Letztes Update am Mo, 04.03.2019 22:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Tornados in den USA: Mehr als 20 Tote und „katastrophale“ Schäden

Fast einen Kilometer breit, Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Stundenkilometern: Mit zerstörerischer Wucht ziehen mehrere Wirbelstürme durch den Südosten der USA. Warnungen der Behörden wurden missachtet – mit verheerenden Folgen.

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Washington – Eine Serie von Wirbelstürmen hat im Südosten der USA große Zerstörung angerichtet und mindestens 23 Menschen das Leben gekostet. Der Sheriff von Lee County im Bundesstaat Alabama, Jay Jones, erklärte am Montagmorgen (Ortszeit), die Schäden seien „katastrophal“. Das jüngste Opfer sei sechs Jahre alt. Hinzu kommen mehrere Schwerverletzte und Vermisste.

Neben Alabama wurden auch Gebiete im benachbarten Georgia von den Tornados getroffen, die laut Nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde kamen. Die Rede war von rund einem Dutzend Wirbelstürmen in beiden Bundesstaaten. Besonders hart traf es die Gemeinde Beauregard, aus der große Schäden gemeldet wurden. Aber auch die umliegenden Gebiete seien verwüstet worden, sagte Sheriff Jones. Er beschrieb die Gegend als ländlich mit vielen Mobilheimen (transportable Wohnhäuser), die besonders heftig getroffen worden seien.

Warnungen liefen ins Leere

Die Behörden hatten zwar eine Warnung vor gefährlichen Tornados erlassen und die Bewohner der Gegend zu äußerster Vorsicht angehalten. Doch die Warnungen gingen wohl bei vielen ins Leere. Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich über Twitter zu Wort und rief dazu auf, sich für weitere Wirbelstürme zu wappnen.

Laut Wetterdienst hatte der erste Tornado, der Lee County traf, einen Durchmesser von fast einem Kilometer. Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigten zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume und mit Trümmern übersäte Straßen. In der Nähe der Stadt Smiths Station stürzte ein Mobilfunkmast auf eine vierspurige Schnellstraße. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Bei der Suche nach Opfern wurden laut Sheriff Jones auch Drohnen mit Wärmebildkameras sowie Hubschrauber eingesetzt.

Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden über dem Festland entstehen. Voraussetzungen dafür sind große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und dann wie ein Rüssel aussieht. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt einen Sog, hebt Hausdächer an und reißt alles in die Höhe – von Sand bis Autos. (dpa)




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