Letztes Update am Sa, 04.05.2019 11:53

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Indien

Zyklon „Fani“: Schwere Schäden in Indien, Sturm steuert auf Bangladesch zu

„Fani“ war als stärkster Zyklon seit rund 20 Jahren auf Indiens Ostküste getroffen. Sowohl dort als auch in Bangladesch wurden Küstengebiete geräumt und Hunderttausende Bewohner in Sicherheit gebracht.

Hunderttausende Menschen verloren alleine in Indien ihr Heim.

© AFPHunderttausende Menschen verloren alleine in Indien ihr Heim.



Neu-Delhi – Zerstörte Häuser, umgestürzte Strommasten, ganze Landstriche unter Wasser: Der Zyklon „Fani“ hat schwere Schäden in Indien hinterlassen, sich auf seinem Weg in Richtung Bangladesch aber deutlich abgeschwächt. Hatte der tropische Wirbelsturm Freitagfrüh (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern das Festland in der Nähe der Stadt Puri getroffen, so wurden 24 Stunden später nur noch knapp 100 Stundenkilometer gemessen.

Die nationale Wetterbehörde erwartete, dass sich der Sturm bis zur Ankunft seines Zentrums in Bangladesch noch weiter abschwächt. Die Zahl der Todesopfer, die Medienberichten zufolge allein in Indien bei mindestens acht liegt, könnte dennoch weiter steigen. In Bangladesch kam eine Frau ums Leben.

Hunderttausende Bewohner in Sicherheit gebracht

„Fani“ war als stärkster Zyklon seit rund 20 Jahren auf Indiens Ostküste getroffen. Sowohl dort als auch in Bangladesch wurden Küstengebiete geräumt und Hunderttausende Bewohner in Sicherheit gebracht.

Wirbelstürme sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit, vor allem zwischen April und November. „Fani“ gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet seit 1999, als mehr als 10.000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 Stundenkilometern erreicht. Seitdem gelten die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bundesstaat allerdings als deutlich verbessert. Nach Einschätzung der Zeitung „Times of India“ ist es diesem Fortschritt und deutlich präziseren Wettervorhersagen zu verdanken, das „Fani“ nicht deutlich mehr Menschen zum Opfer fielen. (APA/dpa)