Letztes Update am Mo, 15.07.2019 22:39

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Katastrophen

Bereits mehr als 130 Tote bei Monsunregen in Südasien

Der alljährliche Monsun überzieht Südasien mit heftigem Regen. Erdrutsche, Überschwemmungen und einstürzende Häuser werden zur tödlichen Gefahr. Dutzende Menschen verlieren bereits in den ersten Tagen der bis September dauernden Regenzeit ihr Leben.

Weite Teile Nepals wurden überschwemmt.

© AFPWeite Teile Nepals wurden überschwemmt.



Kathmandu, Dhaka – Der heftige Monsunregen in Südasien hat bereits mehr als 130 Menschen das Leben gekostet. In den sieben betroffenen indischen Bundesstaaten kamen seit Beginn des starken Regens am vergangenen Mittwoch 51 Menschen bei Erdrutschen oder Überschwemmungen ums Leben, wie die Behörden am Montag meldeten. In Nepal stieg die Opferzahl der Polizei zufolge zu Wochenbeginn auf 65. In Bangladesch trafen die Wassermassen verstärkt nördliche Bezirke; damit könnte sich auch dort die Zahl der Toten von zuletzt 16 erhöht haben.

4,5 Millionen Menschen betroffen

In Indien fiel der Monsunregen vor allem in den nördlichen und östlichen Bundesstaaten wie Uttar Pradesh, Bihar und Assam. Dort seien 4,5 Millionen Menschen direkt von Erdrutschen, Überschwemmungen oder einstürzenden Häusern betroffen, teilten die Behörden mit. In Assam mussten 17 000 Menschen ihre Häuser verlassen und Zuflucht in staatlichen Notunterkünften suchen. Meteorologen erwarten für die kommenden zwei Tage weiteren Regen im Nordosten des Subkontinents.

In Nepal werden mehr als 30 Menschen vermisst

Im nördlichen Nachbarstaat Nepal erfassten die starken Regenfälle der vergangenen Tage 30 der 77 Bezirke, darunter auch die Hauptstadt Kathmandu, wie die Polizei am Montag mitteilte. 30 Menschen galten als vermisst, weitere 38 wurden verletzt. Mehr als 1400 Menschen seien in den zurückliegenden drei Tagen in verschiedenen Regionen des Landes gerettet worden, sagte Polizeisprecher Ramesh Thapa.

In dem entlegenen Bezirk Dolpa im Nordwesten Nepals begrub ein Erdrutsch am Sonntag neun Menschen. Dort gingen die Bergungsarbeiten am Montag weiter. „Ein Kind konnte gerettet werden, und einige Leichen wurden geborgen“, sagte der Polizeisprecher. „Aber wir haben noch keine Details“.

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Zahlreiche Tote in Bangladesch

In Bangladesch traf der Monsunregen bis Montag verstärkt Bezirke im Norden. Jüngste Angaben über Opfer lagen noch nicht vor. Bis Samstag waren Behördenangaben zufolge mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen.

Die Monsunzeit in Südasien dauert gewöhnlich von Juni oder Juli bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig. Er richtet aber auch immer wieder großen Schaden an. Jedes Jahr kommen dabei Hunderte Menschen ums Leben. (dpa)