Letztes Update am Fr, 08.11.2019 09:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Beben der Stärke 5,9

Erdbeben im Iran: Mindestens fünf Tote und mehr als 330 Verletzte

Im Nordosten des Irans bebt einmal mehr die Erde. Für die seismologisch sehr aktive Region ist ein Beben der Stärke 5,9 zwar noch vergleichsweise moderat. Dennoch kommen mehrere Menschen ums Leben. Die Behörden zählen Hunderte Verletzende.

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Teheran – Bei einem Erdbeben im Nordwesten des Iran sind in der Nacht zum Freitag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 330 Menschen wurden nach Angaben des Staatsfernsehens verletzt. Nach Angaben des seismologischen Zentrums an der Universität Teheran hatte das Erdbeben die Stärke 5,9. Das Zentrum des Bebens lag in acht Kilometern Tiefe, rund 50 Kilometer nordöstlich von Hashtrud, einer Stadt in Richtung der Grenzen zu Armenien und Aserbaidschan.

Das Beben sei „moderat“ gewesen, meldete das Staatsfernsehen. Insgesamt waren 80 Dörfer von dem Beben am frühen Freitagmorgen betroffen. Die meisten Schäden gab es in Warankesch und Warsaghan im Bezirk Tark, so das Gouverneursamt. Dort kamen auch die fünf Menschen ums Leben. Außerdem gab es 50 Nachbeben, die dazu führten, dass die Menschen aus Angst die Nacht trotz Kälte im Freien verbrachten.

Provinzgouverneur Mohammed Resa Purmohammadi sagte örtlichen Medien, mindestens 30 Häuser seien zerstört worden. In 41 Dörfern gebe es Rettungsarbeiten, die Schäden konzentrierten sich aber überwiegend auf zwei Gebiete. Die US-Erdbebenwarte (USGS) hatte zuvor gewarnt, es sei mit „erheblichen Opferzahlen“ zu rechnen.

Erdbeben gibt es im Nordwesten des Irans und in der Osttürkei des Öfteren. Der Iran liegt auf mehreren tektonischen Bruchlinien, weshalb es regelmäßig zu Erdbeben kommt. Im November 2017 wurden bei einem Beben der Stärke 7,3 in der westlichen Provinz Kermanschah 620 Menschen getötet. 2003 war bei einem Beben der Stärke 6,6 die alte Stadt Bam zerstört worden. 31.000 Menschen starben damals. Das tödlichste Erdbeben in der Geschichte der Islamischen Republik hatte 1990 im Norden des Landes 40.000 Menschen getötet und 300.000 weitere verletzt. (AFP, dpa)




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