Letztes Update am Fr, 11.04.2014 17:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Katastrophen

Video: Lokalaugenschein drei Wochen nach Waldbrand

Drei Wochen nach dem verheerenden Waldbrand im Bereich Hochmahdkopf oberhalb von Absam sprießen die ersten zarten Grashalme wieder. Die Flammen haben unterschiedlich stark gewütet, wie ein Lokalaugenschein mit Bezirksförster Peter Raggl zeigt.



Innsbruck - In den nächsten Wochen wird mit der Aufforstung des verbrannten Areals oberhalb von Absam begonnen, in einem ersten Schritt werden Hubschrauber in dem steilen und unwegsamen Gelände Saatgut ausbringen. Der Boden soll durch Grassamen verfestigt werden.

120 Hektar sind vom Waldbrand betroffen, vor drei Wochen hatten rund 1000 Mann gegen eine weitere Ausbreitung der Flammen gekämpft. Das Schadensausmaß konnte aufgrund der für die Brandbekämpfer erlösenden Neuschneemengen erst Ende letzter Woche genau bestimmt werden.

Verbrannte Erde ist dabei nicht gleich verbrannte Erde. Vierzehn unterschiedlich stark betroffene Zonen wurden definiert.

Neben Aufforstung werden auch technische Maßnahmen gesetzt. Die Schutzfunktionen von Lawinenwerken und Gleitschneeböcken soll die nachwachsende Vegetation aber im Lauf der Jahre übernehmen. Das Projekt ist auf 15 Jahre angesetzt. Die Kosten liegen bei rund drei Millionen Euro. (TT.com)