Letztes Update am Do, 17.11.2016 11:17

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kurioses

Lärmbelästigung durch Militärbasis: Japan muss Entschädigung zahlen

21 Millionen Euro soll die Regierung an die Bewohner der Insel Okinawa zahlen, weil der Fluglärm des Stützpunktes seelische und körperlichen Schäden verursache.

Die Bewohner fühlen sich durch den Lärm gestört.

© AFPDie Bewohner fühlen sich durch den Lärm gestört.



Naha – Umgerechnet 21 Millionen Euro soll die japanische Regierung an Bewohner der Insel Okinawa wegen Lärmbelästigung durch eine US-Militärbasis bezahlen. Der Fluglärm verursache bei den Anwohnern des Marineinfanterie-Stützpunktes Futenma seelische und körperliche Schäden, urteilten die Richter am Donnerstag. Die Kläger hatten ursprünglich 10 Milliarden Yen (83 Millionen Euro) gefordert.

Das Bezirksgericht in der Stadt Naha lehnte aber die Forderung der mehr als 3000 Kläger ab, laute Starts und Landungen frühmorgens und nachts gänzlich zu unterbinden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

Die Bewohner Okinawas, einer Insel etwa 1600 Kilometer südlichwestlich von Tokio, lehnen die US-Militärpräsenz seit langem ab. Etwa drei Viertel aller US-Militäreinrichtungen in Japan befinden sich auf Okinawa. Lärmbelastung, Sicherheitsrisiken sowie Straftaten bringen die Einheimischen auf die Barrikaden. 1996 einigten sich die USA und Japan auf die Schließung Futenmas. Voraussetzung war allerdings die Einrichtung eines neuen Standorts im Norden Okinawas. Auch dies scheiterte bislang am Widerstand der Bevölkerung. (dpa)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.