Letztes Update am Sa, 10.06.2017 13:01

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kurioses

Schweizer Federdieb verursachte Millionenschaden in Museen

Der Schaden ist unermesslich, die Staatsanwaltschaft beziffert ihn mit 5,5 Millionen Euro. Der Schweizer wollte sich mit den gestohlenen Federn eine eigene Sammlung aufbauen.

Symbolfoto.

© Greifvogelpark UmhausenSymbolfoto.



Basel/Wien – Ein Dieb hat in naturhistorischen Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Federn gestohlen und damit nach Medien-Informationen einen Millionenschaden angerichtet. Die Basler Staatsanwaltschaft klage den verdächtigen 45-jährigen Schweizer wegen gewerbsmäßigen Diebstahls an, berichtete die Zeitung „Schweiz am Wochenende“.

Der Mann soll in Museen in Basel, Bern, Neuenburg, Stuttgart, Frankfurt, Wien, München und Berlin Federn von Präparaten von 167 Greifvogel-Arten gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Sachschaden von sechs Millionen Franken (5,5 Millionen Euro) aus.

Der wissenschaftliche Verlust sei „unermesslich“, da von einigen Präparaten nun keine unbeschädigten Exemplare mehr existierten. Das Ziel des 45-Jährigen sei der Aufbau einer eigenen Sammlung mit Präparaten von fast allen Greifvogel-Arten der Welt gewesen.

Verena Randolf berichtete auf Anfrage, dass es vor ihrer Zeit als Pressesprecherin im Naturhistorischen Museum in Wien zu einem entsprechenden Vorfall gekommen ist. Vor Jahren soll eben ein Schweizer an mehreren Präparaten einen erheblichen Schaden angerichtet haben. Seither wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. (APA/dpa)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.