Letztes Update am Do, 15.11.2018 10:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Striptease in Oberösterreich

Micaela Schäfer nach HTL-Ball: „Waren eh schon entjungfert“

Der Trubel um Micaela Schäfers Auftritt bei einem Maturaball in Wels nimmt kein Ende. Nun äußert sich die selbsternannte „Nacktschnecke“ abermals zu dem Vorfall. Dabei packt sie auch noch ein paar neue schlüpfrige Details aus.

© imagoDas bisschen nackte Haut ist doch kein Problem – findet Micaela Schäfer. Sie entledigte sich auch ihres Höschens.



Wels – Micaela Schäfer ist sich keiner Schuld bewusst. Für sie ist an ihrem Nackt-Auftritt beim Maturaball der HTL Wels nichts auszusetzen. Das machte sie bereits in einem ersten Statement deutlich, in dem sie Kritik an ihrer freizügigen Show als „gestrig“ abtat und von „gesellschaftlich diktierten Frauenbildern“ sprach.

Nun legt die 35-Jährige in einem Interview mit „VIP.de“ noch einmal nach. Demzufolge ging es bei ihrem Auftritt sogar noch etwas mehr zur Sache als bislang angenommen, hatte es doch bisher geheißen, sie habe bei der Schulveranstaltung lediglich einen Strip bis zum Slip hingelegt. Tatsächlich habe sie jedoch „spontan“ auch ihr Höschen ausgezogen, sagt Schäfer nun – „weil ich irgendwie so glücklich war auf der Bühne und dachte: ‚Gott, die freuen sich so sehr über eine nackte Frau, das ist ja Wahnsinn! Da zieh ich jetzt auch noch den Schlüpper aus.‘“

„Niveauvoll und nichts mit Einführen“

Das mache sie vielleicht gerade „zweimal im Jahr bei Auftritten“, erklärt Schäfer weiter. Ihr sei zwar schon der Gedanke gekommen, dass es in diesem Fall möglicherweise „ein bisschen too much“ gewesen sei. „Aber mein Gott: Ich bin eine nackte Frau. Die sind alle volljährig. Die werden schon nicht in Ohnmacht fallen oder so“, schildert die „Nacktschnecke“ weiter, was in ihr vorgegangen sei. Schließlich habe sie „ja auch keine Porno-Show auf der Bühne gemacht“. Alles sei „sehr niveauvoll“ gewesen, es habe „nichts mit Einführen, mit gespreizten Beinen“ oder Ähnlichem gegeben.

Sie frage vor ihren Auftritten immer die Verantwortlichen, ob sie sich ausziehen dürfe, versichert Schäfer in dem Gespräch. „Ich ziehe mich nicht ohne Erlaubnis aus. Ich biete es natürlich immer an – und zu 99,9 Prozent wollen es die Leute, weil deshalb buchen sie mich“, sagt sie. Auch den Verantwortlichen für den Abiball habe sie vor die Wahl gestellt. „Und der hat ganz klar gesagt: ‚Ja, natürlich! Das wollen wir unbedingt!‘“, so Schäfer.

„Nicht so schlimm“

Die Empörung, dass sie sich ausgerechnet vor einem überwiegend jungen Publikum entblätterte, mag die Spezialistin für nackte Tatsachen nicht nachvollziehen. Es sei doch etwas Tolles, dass die Zuschauer ihrer Show ihren Schulabschluss gefeiert hätten, findet Schäfer. Als Mutter würde sie „es nicht so schlimm finden, wenn mein Sohn jetzt eine nackte Frau gesehen hätte“, erklärt sie und ergänzt: „Die waren eh alle schon entjungfert, würde ich mal sagen.“

Die Schulleitung bewertet Schäfers Auftritt, der von den Schülern selbst organisiert worden war, dagegen weniger lax. Direktor Bertram Geigl kündigte an, den Landesschulrat über die Geschehnisse zu informieren und dafür zu sorgen, dass dergleichen nicht mehr vorkommt. (TT.com)