Letztes Update am So, 24.03.2019 19:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Russland

Spuk in Moskauer Museum: Unbekannte hängten unbemerkt Porträt auf

Erst am Mittwoch war die Moskauer Tretjakow-Galerie in die Schlagzeilen geraten: Ein Mann hatte sich mitten in einer Ausstellung bis auf den Tanga ausgezogen. Jetzt hängten Unbekannte unbemerkt ein Porträt auf.

Das Staatliche Historische Museum in Moskau.

© istockDas Staatliche Historische Museum in Moskau.



Moskau – In Moskau hat es binnen weniger Tage erneut einen Zwischenfall in einem Museum gegeben. Fünf Unbekannten hätten ein Bild ins Staatliche Historische Museum direkt am Kreml mitgebracht und es dort unbemerkt aufgehängt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Sonntag. Dabei handle sich um ein Porträt von Alexandra Fjodorowna, der Ehefrau des letzten Zaren Nikolaus II.

Das Museum geht davon aus, dass die Aktion im Vorfeld geplant war: Einige aus der Gruppe hätten am Samstag den Hausmeister abgelenkt, andere das Bild aufgehängt. Selbst der Rahmen habe sich kaum von den anderen der Ausstellung unterschieden. „Sie sind offenbar nicht zum ersten Mal ins Museum gekommen. Diese Aktion sollte wohl unser Museum und andere Museen in Russland diffamieren“, sagte eine Sprecherin. Um wen es sich bei der Gruppe handelt, war zunächst unklar.

Erst am Mittwoch war die weltbekannte Moskauer Tretjakow-Galerie in die Schlagzeilen geraten. Ein Mann hat sich mitten in einer Ausstellung ausgezogen und sich im Tanga in aller Seelenruhe die Bilder angeschaut. Danach entkam er unerkannt. Im Jänner war dort das Bild des berühmten russischen Landschaftsmalers Archip Kuindschi aus dem 19. Jahrhundert vor den Augen von Besuchern gestohlen worden. (APA/dpa)