Letztes Update am Do, 11.07.2019 08:37

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuseeland

Nachbar gesteht: Ich überfuhr Neuseelands „First Cat“ Paddles

Beim Rückwärts-Ausparken hatte der Nachbar die Katze der neuseeländischen Premierministerin überfahren. Das Tier hatte zu dem Zeitpunkt in Neuseeland Kultstatus.

Paddles folgten auf Twitter 11.000 Nutzer.

© APA/AFP/JACINDA ARDEN/STRPaddles folgten auf Twitter 11.000 Nutzer.



Auckland – Gut 20 Monate nach dem Tod von Neuseelands „First Cat“ Paddles hat ein Nachbar öffentlich eingeräumt, die Katze von Premierministerin Jacinda Ardern überfahren zu haben. Er habe das Tier Ende Oktober 2017 beim Rückwärts-Ausparken aus seiner Auffahrt unweit von Arderns Haus in Auckland überrollt, berichtete der Mann dem Webportal Stuff am Mittwoch. Der Unfall ereignete sich kurz nach Arderns Amtsantritt als Regierungschefin des Inselstaates.

Bis zu dem Moment hatte die rotweiße Katzendame eine kurze, aber steile Karriere im Internet hingelegt und mit ihrem Twitter-Account @FirstCatofNZ in wenigen Tagen mehr als 11.000 Follower gefunden. Als Ardern und ihr Lebensgefährte Clarke Gayford Paddles Unfalltod bekannt gaben, trauerte die Fangemeinde im Netz mit.

Kinder schrieben Beileidskarte

Anders als der Rest der Welt wussten die berühmten Halter schon kurz nach dem Unglück, wer Paddles überfahren hatte, berichtete der bei Stuff schlicht Chris genannte Nachbar. Er habe Gayford informiert, nachdem er herausgefunden habe, wem die Katze gehörte. Seine Kinder schrieben eine Beileidskarte und baten darin, „ihren Vater nicht ins Gefängnis zu schicken“.

Überrascht habe ihn Ardern (38) mit einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Sie habe sich für die Karte bedankt und gesagt, „tut mir leid, dass du das durchmachen musstest“, erzählte Chris. „Es war extrem nett von ihr, sich zu vergewissern, dass es mir gut geht, nachdem ich ihre Katze überfahren habe.“

Gute Nachrichten gab es für Chris auch im Netz, und zwar vom „Geist von Paddles“ persönlich, wie der Twitter-Account mittlerweile heißt. Dort hieß es zum geteilten „Stuff“-Artikel: „Ich vergebe dir.“ (dpa)