Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.02.2016


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Richard Branson träumt wieder vom Weltall

2014 stürzte Richard Bransons „SpaceShipTwo“ über Kalifornien ab. Jetzt hat der Milliardär ein überarbeitetes Raumflugzeug vorgestellt: „Unity“.

© imago stock&peopleVrigin Galactic-Gründer Richard Branson präsentierte das neue Raumschiff "Unity".



Mojave – Anderthalb Jahre ist es her, dass das private Raumflugzeug „SpaceShipTwo“ der Firma Virgin Galactic abstürzte und eine Person dabei starb. Firmengründer Richard Branson (65) stellte nun in einem Hangar in Mojave (Kalifornien) das neue Raumflugzeug vor. Eines Tages soll „Unity“, das seit 2012 gebaut und getestet wurde, Touristen ins All bringen. „Zusammen können wir den Weltraum zugänglich machen, so wie es bislang nur erträumt wurde, und damit können wir auch positive Veränderungen zur Erde bringen“, sagte der aus Großbritannien stammende Unternehmer und Abenteurer Branson.

Bei der rund dreistündigen Feier war neben Branson, seiner Familie und Prominenten wie dem Schauspieler Harrison Ford und der Sängerin Sarah Brightman auch die Deutsche Sonja Rohde dabei. Sie hatte als eine der Ersten vor mehr als zehn Jahren einen Flug bei Virgin Galactic gebucht. Die Stimmung sei familiär und fröhlich gewesen, sagte Rohde. „Alle waren froh, die traurige Stimmung hinter sich lassen und ein neues, positives Kapitel aufschlagen zu können.“

Das überarbeitete Flugzeug „Unity“ sehe von außen fast genauso aus wie das Vorgängermodell. Innen seien zahlreiche neue Sicherungen eingebaut worden, damit ein Unfall wie der im Oktober 2014 sich nicht wiederholen könne. Sie glaube nach wie vor an das Projekt, sagte Rohde. „Ich habe immer gewusst, warum ich das mache und bin froh, dass dieses zukunftsweisende Projekt jetzt weitergeht.“ Nach zahlreichen Testflügen könne sie möglicherweise, wenn alles gut laufe, 2018 mit der „Unity“ ins All fliegen. Insgesamt sollen sich schon mehr als 700 Menschen eines der 250.000 Dollar teuren Tickets gekauft haben, darunter auch etliche Prominente. (dpa)