Letztes Update am Mo, 05.11.2018 11:08

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Auktion

Nachlass vom ersten Mann auf dem Mond bringt Millionenerlös

Neil Armstrong hortete zeit seines Lebens alle möglichen Dinge und Erinnerungsstücke. 2000 von ihnen kamen nun unter den Hammer.

© AFP/APA/EMMERTRaumfahrt-Liebhaber gaben zusammen gut 6,5 Millionen Euro (7,45 Millionen Dollar) für die Memorabilien aus.



Washington – Handgeschriebene Notizen, Anstecknadeln und eine Fahne, die mit ins All geflogen war – insgesamt 2000 private Erinnerungsstücke von Neil Armstrong, dem ersten Mann auf dem Mond, wurden am Wochenende bei einer Auktion versteigert. Raumfahrt-Liebhaber gaben zusammen gut 6,5 Millionen Euro (7,45 Millionen Dollar) für die Memorabilien aus, wie das Auktionshaus Heritage Auctians in Dallas (US-Bundesstaat Texas) auf seiner Webseite mitteilte. Den höchsten Erlös mit fast 470.000 Dollar erzielte dabei eine Identifikationsplakette, die Armstrong (1930-2012) in der Mondlandefähre „Eagle“ bei sich hatte.

Armstrong war seinerzeit Kommandant der Raumfähre Apollo 11. Mit ihm flogen die Astronauten Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond. Armstrong steuerte am 20. Juli 1969 die Landefähre „Eagle“ und meldete sich mit den mittlerweile geflügelten Worten „The Eagle has landed“ bei der Bodenstation auf der Erde.

Noch berühmter sind seine Worte, die er sprach, als er dann einige Stunden später, am 21. Juli 1969 (MEZ), als erster Mensch den Mond betrat: „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen ... ein ...riesiger Sprung für die Menschheit.“

Armstrong pflegte zeitlebens seine Sammelleidenschaft und hob alles auf. Unter den mehr als 2000 Stücken, die seine Söhne versteigern ließen, war auch ein Raumanzug, den Armstrong 1966 an Bord der Weltraummission Gemini 8 getragen hatte. Er brachte der Familie fast 110.000 Dollar.

„Es gibt Stücke, die einen zum Denken bringen, Stücke, die einen zum Lachen bringen, und Stücke, die einen dazu bringen, sich vor Staunen am Kopf zu kratzen“, sagte Armstrongs Sohn Mark vor der Versteigerung.

Die Familie hatte bereits zuvor historische Objekte des Vaters dem Raumfahrtmuseum (National Air and Space Museum) in Washington überlassen. Zwei weitere Auktionen mit restlichen Stücken aus dem Nachlass sind im kommenden Jahr geplant. (dpa)