Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Exklusiv

Wildverbiss setzt Schutzwald zu

Damit der Schutzwald in Tirol wieder gänzlich saniert werden kann, müssten 227 Millionen Euro in die Verjüngung investiert werden. 52.000 Hektar sind betroffen, die Schäden betragen jährlich rund 6,6 Mio. Euro.

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Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Schäden im Tiroler Schutzwald sind groß, der Rechnungshof (RH) sieht insbesondere dort dringenden Handlungsbedarf, wo der Wald eine mittlere bzw. hohe Schutzfunktion erfüllt. 26,4 Prozent dieser Waldflächen müssen verbessert werden, insgesamt werden 39,7 Prozent oder 52.000 Hektar als nicht stabil bewertet. Der Schutzwald hat vor allem in Tirol eine wichtige Funktion, sichert er doch die Siedlungsräume vor Naturgefahren wie Steinschlag, Muren oder Lawinen. Wie der Rechnungshof darlegt, ist der Erhalt des Schutzwaldes im Vergleich zu Sanierung oder technischen Vorkehrungen, wenn seine Schutzfunktion ausfällt, die kostengünstigste Variante. Sie liege bei 1:15:146.

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