Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 08.03.2017


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Die Schwazer Bäume besser kennen lernen

Kaum jemand kennt die vielen verschiedenen Baumarten, die in Schwaz heimisch sind.

Rudi Bauer ist einer der Initiatoren des Baumlehrpfades, der im Schwazer Stadtpark starten soll.

© FankhauserRudi Bauer ist einer der Initiatoren des Baumlehrpfades, der im Schwazer Stadtpark starten soll.



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Majestätisch thront eine Linde vor der Burg Freundsberg über Schwaz, einige Schritte weiter steht eine Trauerweide oder auch eine Roteiche. Doch kaum jemand kennt die vielen verschiedenen Baumarten, die in Schwaz heimisch sind. Das soll sich bald ändern.

Die Naturfreunde Schwaz planen einen Baumlehrpfad. „So etwas ist in Tirol absolut einzigartig“, verspricht Vorstand und Vize-BM Rudi Bauer. Holztafeln sollen auf zwei verschiedenen Routen durch und um Schwaz der Bevölkerung die verschiedenen Baum­arten näherbringen. „Man kann beim Spaziergang die Natur genießen und sich bei den Tafeln über die Bäume, Früchte und Holzsorten informieren“, sagt Bauer. Es gehe darum, für das Thema nachwachsender Rohstoff und Nahrungsmittelspender zu sensibilisieren. Das soll durch den Lehrpfad in einer „erlebbaren“ Form passieren. Zwischen 30 und 35 Bäume werden dabei vorgestellt.

Von Eichen, Eiben, Linden bis hin zu Blutbuchen, Platanen, Zedern oder Mammutbäumen sowie Ginkgo gibt es viel zu entdecken. „Als Schwazer sollte man unbedingt zuerst die heimischen Arten kennen lernen. Dann natürlich die 500 Jahre alten Linden, und einige Exoten schaden auch nicht“, meint Armin Wechselberger vom Silberwald, der den Baumlehrpfad mitgestaltet. Aber auch Touristen sollen davon angelockt werden.

Zusätzlich lerne man laut Bauer auch kulturelle Orte der Silberstadt kennen. Künftig sind zudem Ruheoasen und Sitzgelegenheiten geplant. Start für den Baumlehrpfad wird der Stadtpark sein. Die Wanderung führt durch den Ort, weiter zum Friedhof und hinauf zum Schloss Freundsberg. Dann geht es wieder bergab zum Kloster und Mathoi-Garten. Die kleine Route ist in rund 40 Minuten zu bewältigen. Für die größere Runde benötigt man etwa 1,5 Stunden.

Neben den Informationen rund um den Baum gibt es auch einen QR-Code auf den Tafeln. „Dann kann man mit dem Handy den Code einscannen und bekommt so weitere Infos“, erklärt Wechselberger.

Pünktlich zur Entente Florale soll der Baumlehrpfad eröffnet werden. „Er soll einer der Höhepunkte dieses Wettbewerbes sein“, sagt Wechselberger.