Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 11.06.2017


Natur

Alpen-Forum zu Wasser und Klimawandel

Um die Erderwärmung einzudämmen, braucht es das Zusammenspiel aller – Partner gibt es bereits.

Wasser ist der Schatz der Alpen. Doch der Klimawandel macht nicht vor Grenzen Halt.

© iStockphotoWasser ist der Schatz der Alpen. Doch der Klimawandel macht nicht vor Grenzen Halt.



Von Alexandra Plank

Innsbruck – Während zuerst jahrzehntelang diskutiert wurde, ob der Klimawandel kommen wird, hat sich seit einigen Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass er schon da ist. Die Menschen haben es aber in der Hand, durch gezielte Maßnahmen die Auswirkungen in einem halbwegs verträglichen Rahmen zu halten.

Wenn es zur langfristigen Erhöhung der Temperaturen kommen wird, betrifft das vor allem den Alpenraum, auch das ist wissenschaftlich erwiesen. Der Klimawandel fordert jeden Einzelnen und kreative Bündnisse. Das ständige Sekretariat der Alpenkonvention und das alpS-Zentrum (das zum Klimawandel forscht) haben sich im Alpen-Forum-Innsbruck zusammengeschlossen. Mit wechselnden, themenspezifischen Partnern werden mit der Reihe „Herausforderung Klimawandel in den Alpen“ die Risiken und Chancen des Klimawandels beleuchtet, gute Beispiele vor den Vorhang geholt, Bewusstsein gebildet und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Am Dienstag, 13. Juni, 18 Uhr, steht das Thema „Klimawandel und Wasser – Von der Dürre bis zum Hochwasser“ im Zentrum eines Impulsreferates mit Podiumsdiskussion. Matthias Huttenlau, alpS, Leiter des Arbeitsbereiches Wasser, wird die Fragestellung skizzieren. Die Veranstaltung findet im Tiroler Saal der Tiroler Versicherung in der Wilhelm-Greil-Straße 10, 5. Stock statt und ist frei zugänglich.

Zurzeit arbeitet alpS auch an Projekten mit Bezug zum Thema Wasser: Die Forscher beschäftigen sich seit über zehn Jahren mit dem Hochwasserrisiko, von der Erfassung der aktuellen Situation bis hin zu zukünftigen Veränderungen und der Bewertung von Maßnahmen, wie etwa der Entwicklung von Prognosesystemen für die Hochwasserwarnung oder dem nachhaltigen Management von Wasserkraftanlagen.

Weitere Projekte behandeln die Veränderung der Gletscher/des Schnees im Hochgebirge und liefern Aussagen über den zukünftigen Abfluss, von der saisonalen Abschätzung über Monate bis hin zu Aussagen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Stärkung des Bewusstseins in der Bevölkerung, das gelingt etwa über die Berechnung des individuellen Wasserfußabdrucks.