Letztes Update am Mo, 03.12.2018 10:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Schönbrunner Panda-Mama allein zuhaus: Zwillinge unterwegs nach China

In Kisten voller Bambus fliegen die Panda-Zwillinge „Fu Feng“ und „Fu Ban“ über Frankfurt nach Chengdu. Ihre Mutter hatte sie über zwei Jahre lang in Schönbrunn großgezogen – als erste Panda-Mutter in Menschenobhut ohne menschliche Hilfe.

© APA/Tiergarten Schönbrunn"Fu Feng" und "Fu Ban" haben in zwei Transportkisten voll mit Bambus die Flugreise nach China angetreten.



Wien – Am Sonntag hieß es Abschied nehmen – für die Besucher des Wiener Tiergartens Schönbrunn von zwei Publikumslieblingen, und für Panda-Mama „Yang Yang“ von ihren Zwillingen: „Fu Feng“ und „Fu Ban“ haben in zwei Transportkisten voll mit Bambus die Flugreise nach China angetreten.

„Das Hineingehen in die Kisten hat dank des Trainings wie im Bilderbuch funktioniert“, berichtete Kuratorin Eveline Dungl, die die Tiere mit Pflegerin Renate Haider und Tierarzt Thomas Voracek begleitet. Die beiden Pandas sind jetzt über zwei Jahre alt. Auch im Freiland verlassen Jungtiere in diesem Alter ihre Mütter und suchen sich ein Revier. „Fu Ban“ und „Fu Feng“ werden daher geplanterweise – wie bereits zuvor ihre älteren Brüder „Fu Long“, „Fu Hu“ und „Fu Bao“ – nach China gebracht.

Nach einer Nacht in der Animal Lounge in Frankfurt ging es weiter nach Chengdu in China.
- APA/Tiergarten Schönbrunn

Pflegerin bleibt zwei Wochen bei Pandas

Nach einer Nacht in der Animal Lounge in Frankfurt ging es weiter nach Chengdu. Ziel ist die Panda-Station in Gengda. Der Reiseproviant besteht aus Bambus, Süßkartoffeln, Karotten und Wasser. Um den Pandas die Eingewöhnung zu erleichtern, wird Pflegerin Renate Haider noch mehr als zwei Wochen bei ihnen bleiben.

„Yang Yang“ gehe es unterdessen gut, wurde am Montag aus dem Tiergarten betont. Nach der Abreise der Zwillinge habe sie in Ruhe ihre abendliche Bambus-Ration gefressen und sei dann eingeschlafen. Über zwei Jahre lang hat sie ihre Zwillinge großgezogen – als erste Panda-Mutter in Menschenobhut ohne menschliche Hilfe. Der Tiergarten bemüht sich nun intensiv um ein neues Männchen, die Gespräche mit den chinesischen Vertragspartnern laufen. (APA)