Letztes Update am Mi, 20.03.2019 06:23

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Grande America“

Keine Ölverschmutzung an Frankreichs Küste in nächsten Tagen

Derzeit treiben zwei verschmutzte Zonen in der Biskaya. Eine befindet sich in der Nähe des untergegangenen Frachters, eine andere ist in südöstliche Richtung getrieben.

Seit Tagen versuchen Schiffe, die Ölteppiche zu neutralisieren.

© AFPSeit Tagen versuchen Schiffe, die Ölteppiche zu neutralisieren.



Brest – Nach dem Untergang des Containerschiffs „Grande America“ gehen Experten davon aus, dass die französische Küste in den kommenden Tagen von einer Ölverschmutzung verschont bleibt. Es sei aufgrund der Wetterbedingungen und der Entfernung zur Küste „sehr unwahrscheinlich“, dass Spuren der Verschmutzung in den kommenden zehn Tage die Küste erreichen, teilte die zuständige Seepräfektur am Dienstagabend mit.

Weil sich das Wetter verbessert habe, hätten die Einsatzkräfte viel effektiver arbeiten können. Dadurch sei auch eine bessere Luftbeobachtung möglich gewesen. Diese habe ergeben, dass derzeit zwei verschmutzte Zonen in der Biskaya treiben. Eine befinde sich in der Nähe des untergegangenen Frachters, eine andere sei in südöstliche Richtung getrieben. Sie bestehe aus mehreren bis zu einem Meter breiten Ölklumpen. Außerdem wurden fünf Container im Meer entdeckt.

Schiffe aus Frankreich kämpfen seit knapp einer Woche gegen eine drohende Ölpest – am Montag kam Verstärkung aus Spanien. Bisher hatte die raue See die Arbeiten behindert. Einer der über Bord gefallenen Container sei am Dienstagmittag am Haken eines Schleppers im Hafen von La Rochelle angekommen, so die Präfektur.

Das ausgelaufene Öl stammt aus den Treibstofftanks des Frachters. Die „Grande America“, die neben Containern auch über 2000 Fahrzeuge an Bord hatte, war nach einem Brand vor einer Woche gut 300 Kilometer von der Küste entfernt gesunken. An Bord war auch Gefahrgut. (APA/dpa)