Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 18.08.2019


Exklusiv

Bodenverbrauch in Tirol täglich zwei Fußballfelder

Intakter Boden schützt vor Hochwasser, Landwirtschaftsflächen sichern die Ernährung: Es braucht eine konsequente Raumordnung, fordert der Naturschutzbund.

Wertvoller Boden muss Straßen weichen. Österreich hat laut Naturschutzbund das längste 
Straßennetz und die höchste Supermarktdichte pro Kopf in Europa.

© Getty ImagesWertvoller Boden muss Straßen weichen. Österreich hat laut Naturschutzbund das längste 
Straßennetz und die höchste Supermarktdichte pro Kopf in Europa.



Von Brigitte Warenski

Innsbruck, Salzburg – Weltweit wird davor gewarnt, dass Naturflächen in enormem Ausmaß verloren gehen. Drei Millionen Hektar Regenwald wurden allein 2018 abgeholzt, die Folgen für das Klima sind verheerend. Natürlich nicht in diesem Ausmaß, aber doppelt so hoch wie in der Schweiz oder Deutschland ist der tägliche Flächenverbrauch in Österreich. 2018 verschwanden laut Umweltbundesamt österreichweit täglich 10,5 Hektar Boden durch Versiegelung oder Bebauung. In Tirol musste täglich ein Hektar Boden (in etwa zwei kleinere Fußballfelder) Bauprojekten im Verkehr, Gewerb­e, Industrie, Wohnen und Freizeit weichen. Die Folgen des „exzessiven Bodenverbrauchs sind häufige Unwetterschäden, Hochwasserkatastrophen im Siedlungsraum, die Blockade von Wanderkorridoren für Wildtiere, Zerschneidung der Landschaft, negative Auswirkungen auf den Tourismus und die Gefährdung der heimischen Lebensmittelversorgung“, warnt der Naturschutzbund.

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