Letztes Update am Di, 20.08.2019 06:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südtirol

Wolf und Bär sorgen in Südtirol weiter für Unmut: 40 Schafe tot

Im Südtiroler Vinschgau wurden bereits 40 gerissene Schafe entdeckt, Bauern geben einem Wolf die Schuld. Unterdessen könnte Problembär „M49“ nach einer Attacke auf ein Kalb der Abschuss drohen.

(Symbolfoto)

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Vinschgau – Die Bauern im Vinschgau sind nervös: Nach mehreren gerissenen Schafen haben die Landwirte damit begonnen, einen Teil ihrer Herden ins Tal zu treiben. Sie wollen dem Wolf, den sie im Großraum Trumsberg und St. Martin im Kofel vermuten, kein weiteres Futter liefern. 40 Schafe wurden bereits gerissen. Unterdessen sorgt auch Problembär „M49“ im Grenzgebiet von Südtirol/Trentino weiter für Aufregung. Nach der Attacke auf ein Kalb könnte ihm sogar der Abschuss drohen.

Im Vinschgau fordern die Bauern jedenfalls schnelle Maßnahmen. „Wir finden täglich gerissene Schafe“, erklärte ein verärgerter Landwirt gegenüber der Tageszeitung Dolomiten. Die Lage sei inakzeptabel. Auch wenn bis dahin noch nicht restlos geklärt sei, welches Tier für die Risse verantwortlich sei, tippen die Verantwortlichen auf einen Wolf.

Abschuss von „M49“ möglich

An den Pelz könnte es auch Problembär „M49“ gehen, der seit Monaten für Schlagzeilen sorgt: Seit Montag ist die Jagd auf den Braunbären in der Region Südtirol/Trentino eröffnet. Nachdem das Tier am Wochenende wie berichtet von einem Wanderer in der Bletterbachschlucht nahe Bozen gesehen wurde, könnte jetzt auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher dem Beispiel seines Trentiner Amtskollegen Maurizio Fugatti folgen, und die Entnahme des Problembären anordnen. Kompatscher erklärte allerdings, dass nur im Notfall geschossen werden solle.

Der Grund, weshalb „M49“ auch am Montag die Gemüter erhitzte, lag an einem toten Kalb, das auf der Gurdin Alm am Fuße des Weißhorns gefunden wurde. Es dürfte mit nur einem Tatzenhieb getötet worden sein. Bereits in der Nacht zuvor soll sich der Bär einem Wohnwagen genähert haben, der nahe der Alm aufgestellt ist. Dieser dient zwei rumänischen Hirten als Unterkunft. Zunächst wurden sogar die Gerüchte gestreut, der Bär habe den Wohnwagen angegriffen. Das wurde aber im Laufe des Tages von der Provinz Trient dementiert. (TT.com)

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