Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.08.2019


Südtirol

Kein Abschuss: Südtiroler Problembär “M 49“ wird eingefangen

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Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher hat gestern eine Verordnung unterzeichnet, wonach der aus einem Gehege in Casteller unweit von Trient entwichene Bär M 49 eingefangen werden soll. Der Braunbär hält sich seit einigen Tagen im Gebiet Jochgrimm-Lavazè­joch auf. Kompatscher hat jetzt das Personal des Landesamtes für Jagd und Fischerei angewiesen, die Entnahme des Tieres vorzunehmen. Dies soll mittels „Einfangen und nachfolgender, dauerhafter Unterbringung in einem eigens genehmigten Gehege" geschehen, wie es auch im „Interregionalen Management­plan zur Erhaltung des Braunbären in den Mittel- und Osteuropäischen Alpen (Pacobace)" vorgesehen ist.

Der Bär M 49 wird als „für die öffentliche Sicherheit gefährlich" eingestuft, ein Abschuss sei aber nur bei unmittelbarer Gefahr für Menschen vorgesehen. Nach Angaben der Forstbehörde hat M 49 bereits einige Schäden verursacht. In der Zone Lavazè, also in Grenznähe zwischen Südtirol und Trentino, soll er einen Bienenstock geplündert und ein Kalb getötet haben. Es sei aber möglich, dass das Raubtier bereits wieder ins Trentino zurückgekehrt ist, heißt es. (TT)




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