Letztes Update am Di, 31.01.2012 15:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

15,1 Millionen Fahrgäste nutzen Tirols Öffis

Das Land investiert heuer 82 Millionen Euro in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Zahl der Fahrgäste soll weiter steigen.



Von Anita Heubacher

Innsbruck – Sieben Millionen Kilometer pro Jahr spult die Bahn in Tirol herun­ter, beim Busverkehr sind es 25 Millionen Kilometer im Jahr. „Das Angebot wurde um 40 Prozent ausgebaut und muss weiter verbessert werden“, erklärt der für den ÖPNV zuständige Landesrat, LHStv. Toni Steixner.

15,1 Millionen Fahrgäste verzeichneten die Öffis letztes Jahr in Tirol. 20 Millionen sollen es laut Steixner werden. Das Budget für den ÖPNV beträgt heuer 82 Millionen Euro.

Es sei nicht so sehr der Preis, der verlockend für die Pendler sei, sondern die Vertaktung. Das habe eine Kundenbefragung gezeigt. „Wir haben Bus und Bahn besser aufeinander abgestimmt. Die Kundenzufriedenheit ist gestiegen“, sagt Alexander Jug, Regionalleiter ÖBB-Personenverkehr Tirol. Preislich liege Tirol im Mittelfeld. Eine Jahreskarte für die Strecke Wattens – Innsbruck kostet 560 Euro. Das Land fördert die Jahreskarten ab einer Strecke von 20 Kilometern um weitere 20 Prozent. „Mit dem Auto zahlt man nur für den Treibstoff doppelt so viel, Abnützung noch nicht mitgerechnet“, sagt Jug. Besonders gut angenommen wird die S-Bahn. „Die Strecke Telfs bis Jenbach ist ein Heimspiel.“

Ausbaufähig ist die Nutzung der Öffis am Wochenende. Hier werde die Zusammenarbeit mit den Tourismusregionen intensiviert, erklärt Steixner. Zum Busfahren animieren will er besonders die Senioren. Sie könnten für eine Auslastung der Busse außerhalb der Stoßzeiten sorgen. Das Land denke hier ein Fördermodell an.

Absolut zu wenig Geld hat Tirol laut Steixner für das, was sich Südtirol ab Mitte Februar leistet. Der neue Südtirol-Pass ist ein Ticket für alle Öffis in ganz Südtirol. Je mehr Kilometer man fährt, umso günstiger wird der Tarif. Ab 20.000 gefahrenen Kilometern fährt man kostenlos. Abgerechnet wird nur, was gefahren wird.

Ein Modell, das die Grünen als Vorbild für ein neues Tarifsystem in Nordtirol sehen. „Dass wir uns die Tarife nicht leisten können, ist klar, aber die Idee der Abrechnung ist gut“, schwärmt Klubobmann Georg Willi.




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