Letztes Update am Di, 25.09.2012 14:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Experten erstaunt über den Murmel-Flüsterer



Von Marco Witting

Innsbruck – Diese Bilder haben Tirol bewegt. Matteo Walch aus Innsbruck ist zwar erst acht Jahre alt, bei den kleinen Murmeltieren am Großglockner aber ist er eine große Nummer. Und während sich viele über die schönen Fotos von Matteos Mama Michaela freuten, die gestern in der TT zu sehen waren, wunderten sich die Experten. Über Matteo und darüber, wie zutraulich die Tiere bei ihm sind.

Dirk Ulrich, zoologischer Kurator im Alpenzoo, etwa meinte beim Betrachten der Bilder: „Das ist sicher nicht alltäglich.“ Solche Aufnahmen kenne er sonst nur aus Zoos, wo Murmeltiere ähnliche Beziehungen zu den Pflegern aufbauten. „Das geht aber auch nur, wenn die Murmeltiere von klein auf gewohnt sind, dass Menschen in der Umgebung sind.“ Das sind die Tiere auf der Kärntner Seite des Großglockners bestimmt. Aber die Tiere seien leicht zu erschrecken. „Der Bub muss also sehr langsam zu den Tieren hingehen. Alles sehr ruhig. Das ist für Kinder sehr ungewöhnlich.“

Matteo selbst, in englischen Zeitungen gar als Alpen-Mogli bezeichnet, soll im Herbst für TV-Aufnahmen noch einmal zu seinen kleinen Nagern reisen. Er locke sie immer mit Karotten an. Einmal seien gar 20 Tiere zu ihm gekommen, erklärte er in einem Gespräch mit der APA. Angst habe er dabei nie gehabt. Und die paar Kratzer, die beim Kuscheln mit den Tieren entstehen, die würden gar nicht weh tun.




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