Letztes Update am Sa, 05.10.2013 07:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Auch Rehe zeigen sich als kulinarische Feinschmecker

Mitten im Imster Stadtgebiet gibt es wiederholt einen seltsamen Anblick: eine Rehgeiß mit Kitz im Garten. Der Bewohner sieht es gelassen.



Von Hubert Daum

Imst – Es gibt Situationen im Leben, da reibt man sich die Augen und sieht ein zweites Mal hin. So erging es kürzlich Anton Klocker in seinem Anwesen in der Christian-Plattner-Straße in Imst. Am helllichten Tage besuchte ihn, genauer gesagt seinen Garten, eine Rehgeiß mit ihrem Kitz. Obwohl rundherum genug Äsung vorhanden wäre, bevorzugen die Wildtiere, die offensichtlich keine mehr sind, Gustostückerln aus dem Garten. „Die Rehe bedienen sich in unserem Garten schon seit August“, schildert Anton Klocker, „erst suchten sie in der Morgendämmerung das Weite, doch zusehends wurden sie heimischer. Wie man auf dem Foto sieht, ist ihnen inzwischen auch das helle Sonnenlicht egal.“

Zudem liegt das Haus mit Garten nicht einmal in Waldnähe, sondern rund einen halben Kilometer davon entfernt. Das Gemüse der Klockers ist aber nicht das einzige Objekt der Begierde. Auch die Nachbarsgärten werden regelmäßig besucht. „Ich sehe das gelassen und erfreue mich sogar des Anblickes“, fährt der Tierfreund fort, „kürzlich schlugen sie sogar das Nachtlager bei uns auf.“

Doch nicht jeder „Geschädigte“ sieht es so locker. Eine Betroffene rege sich ziemlich auf. Verständlich, habe man doch sein Gemüse ab Frühjahr großgezogen und sogar durch die Hitzewelle gebracht und nun komme ein Wildtier und streife die Ernte ein.

Arthur Klocker schlägt vor, den zuständigen Jäger zu konsultieren und vielleicht relevante Maßnahmen zu treffen. Dies wäre nach Aussage von Gerhard Prosen, Hegemeister in Nassereith, auch nötig, um einen eventuellen Wildschaden zu begründen. Zuerst habe der Eigentümer die Pflicht, geeignete Vorkehrungen, wie zum Beispiel eine Einfriedung, zu treffen.

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