Letztes Update am So, 13.07.2014 07:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Natur

Vierzehn Tage Reiseabenteuer am Fluss



Prägraten – Zwei Wochen lang laufen, radeln und paddeln sie entlang der Flüsse Isel, Drau und Soca bis nach Bovec in Slowenien: Am Samstag startete eine bunte Gruppe junger Erwachsener in Hinterbichl im Osttiroler Virgental zu einem Abenteuer der besonderen Art. „Riverwalk“, also „Flusslauf“, nennt sich dieses internationale Projekt, das der World Wide Fund For Nature (WWF) Österreich veranstaltet.

„Was man nicht kennt, schätzt man nicht“, sagt der Innsbrucker WWF-Vertreter Gebhard Tschavoll, „junge Leute erleben beim ,Riverwalk‘ hautnah die natürlichen Kräfte unserer Gewässer. Die Isel als einer der letzten frei fließenden Gletscherflüsse Europas ist von einem Kraftwerksprojekt bedroht. Wir wollen ihren Schutz, deshalb ist sie für uns der perfekte Ausgangspunkt einer solchen Veranstaltung. Wie schon der Lech ist die Isel auf das Bewusstsein und die Rücksicht des Menschen angewiesen. Der ,Riverwalk‘ lässt die Natur für sich selbst sprechen.“

Zehn der Teilnehmer an der 200 Kilometer langen Flusswanderung kommen aus Österreich, zehn aus Slowenien, jeweils einer aus Frankreich, den USA und Neuseeland. Bis Lienz folgen sie dem Verlauf der Isel, ab ihrem Zusammenfluss mit der Drau. Über den Weissensee geht es dann die Soca entlang bis zum Zielort Bovec.

Am Samstag haben die Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental, die Alpenverein-Sektion Matrei i. O., die Iselfrauen, der Landschaftsschutzverein Osttirol und der WWF mit den Flusswanderern in Prägraten zu einem Iselfest geladen.

„Die Isel ist einzigartig, darauf machen wir unermüdlich aufmerksam. Wir treffen uns, feiern gemeinsam, tauschen uns aus. Der ,Riverwalk‘ ist ein schöner Anlass für ein Fest!“, waren sich Adolf Berger und Rita Feldner einig.

Offizielle Vertreter waren der Einladung nicht gefolgt. (bcp)


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