Letztes Update am Di, 23.08.2016 17:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oberösterreich

Drama in OÖ: Zehn Verletzte bei Unfall auf Kinder-Erlebnishof

Die Gruppe hatte sich für ein Foto auf ein Podest gestellt, als dieses zusammenbrach. Ein Kind wurde dabei schwer verletzt.

Ende August war ein als Fotoplattform genutztes Piraten-Floß, auf dem 23 Kinder standen, eingestürzt.

© APA/LAUMAT.AT/MATTHIAS LAUBEREnde August war ein als Fotoplattform genutztes Piraten-Floß, auf dem 23 Kinder standen, eingestürzt.



Steinerkirchen – Neun Kinder und eine Mutter sind am Dienstag auf einem Erlebnisbauernhof in Steinerkirchen (Bezirk Wels-Land) verletzt worden, nachdem ein Podest umgekippt ist. Ein Mädchen wurde ins Spital geflogen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung, die Staatsanwaltschaft Wels hat einen Sachverständigen bestellt. Der Betreiber des Hofes betonte, die Plattform sei TÜV-geprüft gewesen.

Die Gruppe aus Pettenbach hatte im Rahmen einer Ferienaktion mit einer Betreuerin und einer Mutter den Bauernhof besucht. Am späten Vormittag stiegen die 23 Kinder im Alter von vier bis neun Jahren sowie die 33-jährige Mutter auf eine Plattform, die in etwa 1,20 Metern Höhe auf zwei Baumstümpfen befestigt war, um sich fotografieren zu lassen. Die Konstruktion soll bereits seit Jahren für Gruppenfotos genutzt worden sein.

Siebenjährige schwer verletzt

Diesmal löste sich aber die Verankerung und das Podest kippte nach vorne. Mehrere Kinder und die Frau wurden unter der Plattform eingeklemmt. Ein siebenjähriges Mädchen wurde schwer verletzt in das Linzer Uniklinikum geflogen, ist aber außer Lebensgefahr. Acht weitere Kinder und die Mutter wurden weniger schwer verletzt ins Krankenhaus nach Wels gebracht.

Der Geschäftsführer des Erlebnishofes, Charly Kronberger, schrieb in einer Stellungnahme, er hoffe auf rasche Klärung. „Mehrere tausend Kinder kommen jährlich alleine an unseren Standort. Deshalb sitzt der Schock über dieses Ereignis bei mir sehr tief.“ Das schwer verletzte Mädchen, das in der Linzer Uniklinik intensivmedizinisch versorgt werden musste, sei bereits wieder auf der Normalstation. Die acht leichter verletzten Kinder und die Mutter hätten das Spital noch am Dienstag wieder verlassen können, so Kronberger am Abend. (APA)