Letztes Update am Mi, 11.01.2017 16:07

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vorarlberg

Deutsche kam bei Lawinenabgang am Arlberg ums Leben

Die 54-Jährige soll in einer Vierergruppe unterwegs gewesen sein, als das Unglück passierte.

© ZOOM-TIROL(Symbolfoto)



Arlberg – Bei einem Lawinenabgang am Arlberg ist am Mittwoch eine Person getötet worden. Die Schneemassen erfassten und verschütteten die Frau unterhalb der Maroispitze in Stuben, bestätigte eine Polizeisprecherin der APA eine Meldung von ORF Radio Vorarlberg. Die Einsatzkräfte wurden ohne Zeitverlust alarmiert, jedoch kam jede Hilfe zu spät.

Laut einem Bericht von Vorarlberg Online handelt es sich bei der Verunglückten um eine 54-jährige deutsche Staatsbürgerin, die in einer Vierergruppe unterwegs war. Reanimationsbemühungen nach der Bergung der Frau blieben erfolglos. Am Arlberg herrschte am Mittwoch oberhalb von 2000 Metern erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala.

Bei einem zweiten Lawinenabgang in Vorarlberg am Mittwoch ist zwar ein Skifahrer oberflächlich verschüttet worden, der Wintersportler konnte sich aber unter Mithilfe seines Begleiters selbst aus den Schneemassen befreien. Weil der Mann einen Ski verloren hatte, musste das Duo per Helikopter-Seilbergung aus steilem Gelände in Sicherheit gebracht werden, teilte die Polizei auf mit.

Lawine riss am Diedamskopf Wintersportler mit

Bei den zwei Männern handelte es sich laut Polizei um erfahrene einheimische Alpinisten. Sie waren im freien Skigelände am Diedamskopf (Gemeinde Schoppernau) unterwegs, als bei der Einfahrt in den steilen Westhang der Vorausfahrende ein Schneebrett loslöste. Die Schneemassen rissen den Mann rund 100 Meter weit mit, verschütteten ihn aber nicht komplett. Weil sein nachkommender Begleiter den Sichtkontakt verloren hatte, setzte er sofort einen Hilferuf ab. Momente später gab der Teilverschüttete aber Entwarnung. (APA)