Letztes Update am Mi, 31.05.2017 19:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg

Abgängiger Tiroler nach Suchaktion tot in Leogang gefunden

Ein Unterländer kehrte von einer Tour in den Leoganger Steinbergen nicht mehr zurück. Am Mittwoch wurde er tot gefunden.

(Symbolfoto)

© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Grödig/Leogang – Hilfsmannschaften haben am Mittwochvormittag einen in Salzburg abgängigen Tiroler nur mehr tot gefunden. Der 28-Jährige aus dem Raum Pillersee im Unterland war im Bereich des Einstiegs zum Klettersteig Leogang Süd abgestürzt, sagte Polizei-Sprecherin Eva Wenzl zur APA. Angaben über die Ursache oder die Höhe des Absturzes gab es vorerst keine. Die Leiche wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen.

Der Tiroler war am Dienstag zu einer Tour auf das Birnhorn (2634 Meter) in den Leoganger Steinbergen aufgebrochen. Als er in den Abendstunden immer noch nicht zurückgekommen war, machte sich seine Schwester auf die Suche und entdeckte das Fahrzeug des Bruders auf dem Parkplatz beim Aufstieg zum Birnhorn. Sie verständigte daraufhin die Polizei, die eine Suchaktion der Bergrettung auslöste. Diese dauerte bis etwa 2.00 Uhr an, ehe sie wegen der Dunkelheit und der damit verbundenen Absturzgefahr abgebrochen wurde. Teilweise liege oben noch Schnee, die Suche sei einfach zu gefährlich geworden, sagte Bergrettungs-Sprecherin Maria Riedler.

Handyortung blieb ohne Erfolg

Am Mittwoch wurde um 6.00 Uhr mit der neuerlichen Suche nach dem Vermissten begonnen. Die Handyortung blieb ohne Erfolg, doch mit Hilfe des Laptops des Abgängigen konnte dessen Mobiltelefon geortet und die Leiche des Tirolers gefunden werden. Der 28-Jährige - die Polizei hat das ursprünglich genannte Alter (38 Jahre) korrigiert - lag in einem völlig anderen Bereich, als gestern vermutet und auch gesucht worden war. Die Bergrettung nimmt an, dass er seine Pläne kurzfristig geändert hatte.

Ein weiterer Bergsteiger vermisst

Die Suche nach einem zweiten vermissten Bergsteiger in Salzburgs Bergen dauert an. Auf dem Untersberg nahe der Landeshauptstadt war am Dienstag ein 47-jähriger Oberösterreicher abgestürzt. Er hatte das Rote Kreuz via Notruf alarmiert und von seinem Absturz auf dem Untersberg berichtet. Die Verbindung war allerdings schlecht und brach schließlich ab. Der nicht ortskundige Mann, der offenbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist war, machte nur vage Angaben über die Absturzstelle. Er erklärte, dass er verletzt sei.

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Rund 25 Salzburger Bergretter sowie etwa zehn Mitglieder der bayerischen Bergwacht machten sich mit Unterstützung der Alpinpolizei und jeweils einem Polizeihubschrauber aus Salzburg und Deutschland auf die Suche nach dem Vermissten. Sämtliche vermuteten Wege wurden noch am Dienstag abgesucht, hieß es von den Helfern. Die Suche musste dann wegen eines Gewitters unterbrochen werden, wurde aber am späteren Abend noch einmal gestartet. Sie dauerte bis etwa 2 Uhr und wurde am Mittwoch nach einer Lagebesprechung um etwa 8 Uhr wieder aufgenommen, sagte eine Polizei-Sprecherin. (APA)