Letztes Update am Sa, 10.06.2017 17:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Vater, Söhne und Hund nach zwölf Stunden aus Seenot gerettet

Die drei Segler und der Bordercollie mussten die Nacht auf dem gekenterten Katamaran verbringen. Erst in den Morgenstunden wurden sie gefunden. Seenotretter brachten die unterkühlten Schiffbrüchigen sicher an Land.

Der gekenterte Katamaran im Schlepp des Seenotrettungsbootes HEINZ ORTH.

© Die Seenotretter / TwitterDer gekenterte Katamaran im Schlepp des Seenotrettungsbootes HEINZ ORTH.



Peenemünde — Zwölf Stunden lang haben ein Vater, seine beiden Söhne und ein Hund auf ihrem gekenterten Katamaran vor Peenemünde in Mecklenburg-Vorpommern ausgeharrt, bevor sie gerettet werden konnten. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Als am Freitagabend ein Gewitter aufzog, hätten der Vater (55) und seine 20 und 23 Jahre alten Söhne die Segel einholen wollen. Plötzlich hätten Sturmböen den acht Meter langen Katamaran zum Kentern gebracht.

Seenotsignalmittel und Handys untergegangen

Dem 55-Jährigen und seinem 23 Jahre alten Sohn gelang es als erstes, unter dem gekenterten Katamaran wieder aufzutauchen. Kurz darauf folgten der 20 Jahre alte Sohn und der Bordercollie der Familie. Die drei Segler waren lediglich mit T-Shirts und kurzen Hosen bekleidet.

- Die Seenotretter

„Wir haben es geschafft, bei etwa anderthalb Metern Seegang auf das gekenterte Boot zu klettern. Eine Reisetasche trieb auf mit einem Pullover, zwei Jacken und einem Schlafsack. Damit haben wir uns notdürftig zugedeckt", sagte der 23-jährige Sohn laut der Mitteilung der DGzRS. Leuchtraketen und Handys seien untergegangen. Nachdem die Pfiffe der Signalpfeifen unerhört geblieben waren, habe die Familie aus der Nähe von Neubrandenburg die Nacht auf dem gekenterten Katamaran verbracht.

Am Morgen gegen 7.30 Uhr habe die Besatzung einer Segeljacht die unterkühlten und übermüdeten Schiffbrüchigen schließlich entdeckt und die Seenotretter alarmiert, wie es weiter hieß. Allen gehe es den Umständen entsprechend gut. (dpa)




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