Letztes Update am Fr, 15.02.2019 06:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Landeck

Eiskletterer im Kaunertal bis zu 90 Meter weit von Lawine mitgerissen

Im Bereich des Eisfalles Bodenbach im Kaunertal ging eine Lawine ab. Eiskletterer, die sich trotz Warnung in der Rinne aufgehalten hatten, wurden verschüttet. Sie konnten lebend geborgen werden.

Zwei Eiskletterer wurden im Bereich des Eisfalles Bodenbach von einer Lawine verschüttet.

© WenzelZwei Eiskletterer wurden im Bereich des Eisfalles Bodenbach von einer Lawine verschüttet.



Kaunertal – Im Bereich des Eisfalles Bodenbach im Kaunertal wurden am Donnerstag sechs polnische Eiskletterer von einer Lawine getroffen und teilweise verschüttet. Die Männer im Alter zwischen 32 und 54 Jahren waren um die Mittagszeit trotz Warnschildes in die Rinne zum Wasserfall gestiegen. Sie kletterten in Zweier-Seilschaften, als sich gegen 15.50 Uhr ein Schneebrett oberhalb des Bodenbaches löste. Alle sechs Kletterer wurden von der Lawine getroffen und zum Teil aus dem Wasserfall gerissen. Zwei der Männer wurden etwa 60 bzw. 90 Meter weit mitgerissen und teilverschüttet.

Zwei spanische Eiskletterer, die zuvor am Wasserfall geklettert waren, wurden Zeugen des Lawinenabganges und verständigten die Einsatzkräfte. Eine Suchaktion wurde eingeleitet, auch zwei Hubschrauber waren im Einsatz.

Die beiden teilverschütteten Polen konnten von Bergrettern lebend ausgegraben und versorgt werden. Einer von ihnen wurde mit Verletzungen im Bereich des Brustkorbes ins Krankenhaus Zams geflogen. Drei weitere Kletterer wurden mittels Tau vom Hubschrauber aus geborgen.

Im Einsatz standen die Bergrettung mit vier Lawinensuchhunden, die Alpinpolizei, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kaunertal sowie die Rettung Landeck. (TT.com)

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