Letztes Update am So, 07.04.2019 10:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kufstein

Suche nach Mann aus Ungarn in Brandenberg unterbrochen

Seit Freitagfrüh suchen Dutzende Einsatzkräfte nach einem abgängigen Mann aus Ungarn in der Kaiserklamm. Über Nacht wurde der Einsatz jeweils unterbrochen, Sonntag ging die Suche weiter, wurde aber nach einem Suchflug vorerst abgebrochen.

Die Bergrettung sucht nach dem abgängigen 25-Jährigen.

© ZOOM.TIROLDie Bergrettung sucht nach dem abgängigen 25-Jährigen.



Brandenberg – Seit Freitag wird in Brandenberg nach einem 25-Jährigen gesucht. Der Ungar war am Donnerstagnachmittag in Richtung Kaiserklamm aufgebrochen. Als er nicht zurückkehrte, alarmierte seine Arbeitskollegin am frühen Freitagmorgen die Einsatzkräfte. Der Wagen des Ungarn war auf dem Parkplatz des Kaiserhauses geparkt.

Die Einsatzkräfte suchten die derzeit gesperrte Kaiserklamm und die Brandenberger Ache ab. An einer Stelle, an der ein Schneefeld den Fußweg verlegt hatte, entdeckten sie laut Polizei eine Rutschspur. In der Tiefenbachklamm wurde ein Schuh gefunden, der mit hoher Wahrscheinlichkeit dem 25-Jährigen gehört. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann abgestürzt ist.

Am Sonntag startete ein neuerlicher Einsatz, der aber nach einem Hubschrauberflug vorerst abgebrochen werden musste. Die Suche per Heli hatte keine neuen Erkenntnisse gebracht. Laut Polizei ist die Klamm wegen des hohen Wasserstandes durch die Schneeschmelze und wegen der umgestürzten Bäume derzeit nur schwer zugänglich, für die Öffentlichkeit ist der Bereich komplett gesperrt. Auch das für die Jahrszeit typische trübe Wasser in der Ache erschwert die Suche.

Schon am Samstag war der Suchbereich auf den gesamten Verlauf der Brandenberger Ache und den Flussverlauf des Inns von der Einmündung der Ache bis zum Kraftwerk Kirchbichl erweitert. Doch es fand sich keine neue Spur des Abgängigen. Im Einsatz standen die Bergrettung Kramsach, die Wasserrettungen Kramsach und Reith im Alpbachtal, die Feuerwehren Brandenberg und Aschau, Beamte der Alpinpolizei sowie Hundeführer des Samariterbundes. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte vom Polizeihubschrauber und einer Drohne der Feuerwehr. (TT.com)