Letztes Update am Di, 14.05.2019 10:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rudolfsheim-Fünfhaus

Zimmerbrand in Wien forderte ein Todesopfer

Nachbarn riefen wegen eines Brandes die Einsatzkräfte. Polizisten scheiterten beim Versuch, die Wohnung zu betreten und den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Die Feuerwehr fand später einen Mann in der Wohnung, der verbrannt war.

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Wien – Ein 54-jähriger Mann ist in der Nacht auf Dienstag bei einem Zimmerbrand in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus ums Leben gekommen. Das Feuer brach laut Polizei und Wiener Berufsfeuerwehr kurz vor 23.30 Uhr in einem mehrstöckigen Wohnhaus im fünften Stock aus. Ein Nachbar alarmierte die Einsatzkräfte. Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger brachen drei Exekutivbeamte die geschlossene Wohnungstür auf.

Sie konnten wegen der Rauchentwicklung aber nicht in das Appartement eindringen. Auch ein Versuch, mit einem Feuerlöscher den Brand zu bekämpfen, scheiterten wegen der Rauchentwicklung. Die mittlerweile mit sechs Fahrzeugen und 27 Mann eingetroffenen Berufsfeuerwehr löschte laut Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf das Feuer mit einer Leitung unter Atemschutz. In der Wohnung entdeckten sie auf dem Bett den stark verkohlten Toten, dessen Identität Eidenberger zufolge mittlerweile geklärt ist. Laut Berufsrettung gab es außerdem eine Person mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung.

Die Brandursache war zunächst ungeklärt, die Brandermittler des Landeskriminalamtes übernahmen die Ermittlungen. Es gab aber einige Indizien für einen Unfall des 54-Jährigen. Der Mann galt als starker Trinker und Raucher. Zudem fanden die Einsatzkräfte in der Wohnung eine Ansammlung von Teelichtern sowie mehrere volle Aschenbecher. Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass das Feuer als länger vor sich hin glosender Schwelbrand begonnen hatte. Die Ausbruchsstelle des Brandes dürfte sich im Bettbereich befunden haben.

Die Feuerwehr kontrollierte unter Atemschutz das Stiegenhaus und andere Wohnungen. Das Gebäude wurde belüftet. Mit Wärmebildkameras wurde die Brandwohnung auf versteckte Glutnester überprüft. (APA)




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