Letztes Update am Mo, 27.05.2019 06:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kufstein

Bewohner von Bauernhof in Söll verloren bei Brand Dach über dem Kopf

In der Nacht auf Sonntag brach in einem abgelegenen Bauernhaus ein Feuer aus. Der Schaden ist enorm, die Brandursache noch unklar.

Die Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt.

© Zoom.TirolDie Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt.



Söll – Über Nacht hat eine dreiköpfige Familie in Söll bei einem verheerenden Brand ihr Obdach verloren. Die drei Bewohner eines Bergbauernhofes – die beiden Eltern und ihre 18-jährige Tochter – kamen am Sonntag gegen 1 Uhr von einer Feier nach Hause, als sie den Brand im Stalltrakt des Hofes bemerkten und Alarm schlugen. Gleich mehrere Feuerwehren der Region rückten aus, um den Brand zu bekämpfen. Ein schwieriges Unterfangen, wie der Söller Feuerwehrkommandant Anton Zott erklärt: „Bei dem Hof handelt es sich um einen der abgelegensten Bergbauernhöfe in Söll. Die Anfahrt führt über eine steile Bergstraße.“ Entsprechend viel Zeit verging auch, bis die Helfer endlich beim Brandgeschehen eintrafen. Zu diesem Zeitpunkt stand der landwirtschaftliche Teil des Anwesens bereits in Vollbrand.

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus nur bedingt verhindern.
Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus nur bedingt verhindern.
- Zoom.Tirol

Vor Ort gestaltete sich der Löscheinsatz in dem unwegsamen Gelände schwierig, vor allem, weil auch die Versorgung mit Löschwasser schlecht war. Die Feuerwehren mussten mehrere hundert Meter Schlauch verlegen, ehe sie mit der effizienten Brandbekämpfung beginnen konnten. Die Einheiten der Gemeinden Söll, Scheffau und Ellmau waren mit voller Mannstärke im Einsatz, aus Bruckhäusl und Wörgl habe man zwei zusätzliche Tankfahrzeuge anfordern müssen, erklärt Feuerwehrkommandant Zott. Insgesamt standen rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Nach rund eineinhalb Stunden war das Feuer unter Kontrolle, ein Übergreifen auf den Wohntrakt konnte jedoch nicht verhindert werden. „Wir haben unser Bestes gegeben, der Stall ist aber völlig zerstört worden und eingestürzt. Das Wohnhaus wurde schwer beschädigt und ist nicht bewohnbar“, berichtet er. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden, die Familie wurde durch ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut und kam vorerst in einem nahe gelegenen Gasthaus unter.

Was zu dem verheerenden Feuer geführt hat, ist noch nicht geklärt. Die Brandermittler verschafften sich gestern einen ersten Überblick, heute sollen die Untersuchungen fortgesetzt werden. (np)

Die Bewohner selbst hatten das Feuer bemerkt.
Die Bewohner selbst hatten das Feuer bemerkt.
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