Letztes Update am Sa, 15.06.2019 19:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol

Raftingboot in der Isel gekentert: Wasserretter übten in der Nähe

In Matrei in Osttirol lief gegen Mittag ein Rettungseinsatz an der Isel: Dort war ein Raftingboot mit neun Insassen gekentert. Feuerwehr und Wasserrettung waren rasch vor Ort – letztere hatten in der Nähe eine Übung gehabt.

Der Rettungseinsatz an der Isel.

© Zeitungsfoto.atDer Rettungseinsatz an der Isel.



Matrei in Osttirol – Aus einem Übungsszenario wurde Samstagmittag für Wasserretter vom Landesverband Tirol und ihre Kollegen aus Osttirol schnell ein Ernstfall: Die Retter wurden gegen 11.20 Uhr alarmiert, dass ein Raftingboot in der Isel gekentert sei – zum Glück ganz in der Nähe des Übungsortes. Sofort eilten die Wasserretter zur Hilfe. Auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Huben und St. Johann im Walde waren rasch zur Stelle.

Gemeinsam konnten dann die neun gekenterten Insassen des Bootes gerettet werden. Zwei Personen wurden laut Polizei abgetrieben. Sie strandeten etwa 500 Meter flussabwärts auf einer Sandbank, wo sie auf ihre Bergung warteten. Wegen Schwäche mussten die beiden vom Heli mittels Tau geborgen werden.

Zwei 49-Jährige wurden von der Rettung in das Lienzer Krankenhaus gebracht und ambulant behandelt. Wie schwer sie verletzt sind, ist nicht bekannt.

Der Rest der Bootsinsassen konnte sich selbst ans Ufer retten oder wurde von Wasserrettung und Feuerwehr in Sicherheit gebracht.

Der Pegel der Isel steht im Raum Lienz derzeit bei rund 3,5 Metern, in St. Johann im Walde bei 2,8 Metern. Laut Wasserrettung Tirol ist dieser Pegelstand um die Jahreszeit durchaus üblich, der Unfall sei auch nicht wegen des Wasserstandes passiert. Raftingtouren seien derzeit problemlos durchführbar. (TT.com)