Letztes Update am Mo, 24.06.2019 13:16

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Indonesien

Schweres Seebeben in Bandasee: Keine größeren Schäden

Das Beben in der sogenannten Bandasee vor der Inselgruppe der Molukken hatte eine Stärke von 7,7. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgelöst, größere Schäden gab es nicht.

Eine ganze Serie von Erdbeben erschütterte die indonesische Provinz Papua auf Neuguinea.

© AFPEine ganze Serie von Erdbeben erschütterte die indonesische Provinz Papua auf Neuguinea.



Darwin, Jakarta – Ein schweres Seebeben im Meer zwischen Indonesien und Australien hat am Montag keine größeren Schäden bewirkt. In der australischen Stadt Darwin mussten mehrere hundert Menschen sicherheitshalber ihre Gebäude verlassen. In einigen Häusern gab es Risse. Verletzt wurde jedoch niemand.

Nach Angaben der indonesischen Behörde für Wetter und Geophysik hatte das Beben in der sogenannten Bandasee, vor der Inselgruppe der Molukken, eine Stärke von 7,7. Anfangs gab es auch Befürchtungen vor einem Tsunami. Dazu kam es aber nicht.

Das Zentrum des Bebens lag nach indonesischen Angaben in einer Tiefe von 231 Kilometern, etwa 700 Kilometer von Darwin entfernt. Die dortigen Behörden lassen nun prüfen, ob Gebäude dadurch in ihrer Grundstruktur beschädigt wurden.

In der Region gibt es häufiger Beben, die allerdings nur selten Schäden anrichten. Sie liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander.

Nach einem Bericht des australischen Fernsehsenders ABC waren die Erschütterungen auch in anderen Städten an Australiens Nordküste zu spüren. Über Schäden wurde nichts bekannt.

Von indonesischer Seite hieß es, man habe das Beben glimpflich überstanden.

Erdbeben der Stärke 6,1 auf Neuguinea

Zuvor war bereits die indonesische Provinz Papua von einer Serie von Erdbeben erschüttert worden. Das stärkste Beben hatte eine Stärke von 6,1. Sein Zentrum lag in einer Tiefe von zehn Kilometern, etwa 200 Kilometer von der Provinzhauptstadt Jayapura entfernt. Über Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Viele Regionen sind dort nur schwach besiedelt. Papua liegt auf der Insel Neuguinea, die sich Indonesien zusammen mit dem Staat Papua-Neuguinea teilt. Es ist – nach Grönland – die zweitgrößte Insel der Welt.

In Indonesien sind Erdbeben und Vulkanausbrüche keine Seltenheit. Der riesige Staat aus mehr als 17.000 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. (APA/dpa)