Letztes Update am Fr, 09.08.2019 10:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Zwei deutsche Wanderer stürzten in Innsbruck und Scharnitz in den Tod

Eine 27-Jährige stürzte auf der Nordkette nahe der Frau-Hitt-Spitze rund 50 Meter ab. Fast zeitgleich fiel ein 68-Jähriger in Scharnitz 150 Meter tief. Beide konnten nur noch tot geborgen werden.

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Innsbruck – Zwei deutsche Wanderer stürzten am Donnerstag im Bezirk Innsbruck-Land in den Tod. Auf der Nordkette stürzte eine 27-Jährige rund 50 Meter über felsiges Gelände ab, sie konnte nur noch tot geborgen werden. Am Mittenwalder-Höhenweg fiel ein 68-Jähriger über eine Felskante etwa 150 Meter tief. Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Die junge Frau war am Dienstag von Reith bei Seefeld zu einer mehrtägigen Hüttentour im Karwendelgebirge aufgebrochen. Begleitet wurde sie von einer Gleichaltrigen. Am Donnerstag sollte es vom Solsteinhaus weiter in Richtung Pfeishütte gehen. In der Mittagszeit überquerten die Deutschen den Frau-Hitt-Sattel, um weiter in Richtung Seegrube zu wandern. Auf dem markierten Steig südlich des Gipfels der Frau Hitt stürzte eine der beiden gegen 14 Uhr rund 50 Meter über steil abfallendes, felsiges Gelände ab. Ihre Freundin setzte den Alpinnotruf ab, Polizei und Bergretter konnten jedoch nur noch den Leichnam bergen.

Dasselbe Schicksal ereilte fast zeitgleich einen 68-Jährigen, der mit zwei Begleitern im Alter von 46 und 70 Jahren am Morgen eine Wandertour am Mittenwalder-Höhenweg startete. Gegen 14 Uhr stieg die dreiköpfige Gruppe von der mittleren Linderspitze über den mit Stahlseilen und Eisenleitern gesicherten Weg in Richtung Gatterl ab. Nachdem der Mann aus den Klettersteig ausgestiegen war und bereits mehrere Schritte am markierten Weg gegangen war, stürzte er plötzlich seitlich nach rechts ab. Er überschlug sich mehrmals, bevor er über eine Felskante etwa 150 Meter tief fiel – durch steiles, mit zwei Felsstufen durchsetztes Gelände. Die Begleiter des 68-Jährigen alarmierten die Rettungskräfte, doch jede Hilfe kam zu spät. (TT.com)