Letztes Update am Mo, 09.09.2019 14:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Duo saß im Schnee fest: Aufwendige Rettung am Stubaier Höhenweg

Ein halber Meter Neuschnee zwang zwei Wanderer auf dem Stubaier Höhenweg zur Kapitulation. Bei widrigsten Wetterbedingungen stiegen Bergretter von der Bremer Hütte zu den Alpinisten auf.

(Symbolfoto)

© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Gschnitz – Selbst Starkregen, Schneefall und schlechte Sicht konnten am Sonntag eine 43-jährige Tschechin und einen 47-jährigen Deutschen nicht davon abhalten, eine Tour am Stubaier Höhenweg zu unternehmen. Die Wanderer machten sich von der Innsbrucker Hütte auf zur Bremer Hütte. Gegen Mittag fing es an zu schneien, was die Wanderer zunächst nicht beeindruckte. Erst gegen 19.30 Uhr – nach etwa zwölf Stunden auf den Beinen – mussten sie dann doch aufgeben. Ein halber Meter Neuschnee und klirrende Kälte zwangen das Duo, im Bereich der Hohen Burg unterhalb der Äußeren Wetterspitze einen Notruf abzusetzen.

Mit der Materialseilbahn machten sich Mitglieder der Bergrettung Steinach-Gschnitztal dann auf den Weg zur Bremer Hütte. Von dort stiegen sie noch zwei Stunden zu Fuß zu der Tschechin und dem Deutschen auf. Als die Retter eintrafen, waren die Wanderer bereits stark unterkühlt. Nach der Erstversorgung wurden sie im Rahmen einer aufwendigen, mehrstündigen Bergeaktion zur Bremer Hütte gebracht. Dort kam die Gruppe gegen 4 Uhr morgens an. Dort befinden sie sich laut Polizei auch am Montag noch. Die 43-Jährige und der 47-Jährige blieben – abgesehen von er Unterkühlung – unverletzt. (TT.com)