Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 13.09.2019


Unfall

Kinder verunglücken in Freizeit öfter auf Straße als am Schulweg

Auf dem Schulweg verletzten sich 2018 viel weniger Kinder (62) als im normalen Straßenverkehr (260).

© APAAuf dem Schulweg verletzten sich 2018 viel weniger Kinder (62) als im normalen Straßenverkehr (260).



Innsbruck, Wien – Der Weg am Morgen zum Unterricht und im Anschluss wieder nach Hause ist viel sicherer, als oft vermutet. Im vergangenen Jahr verletzten sich in Tirol viermal so viele Kinder in der Freizeit im Straßenverkehr wie auf dem Weg zur Schule. Das geht aus einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) hervor. In Zahlen bedeutet das: Während sich auf dem Schulweg im Jahr 2018 62 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren bei Verkehrsunfällen verletzten, waren es im gewöhnlichen Straßenverkehr über 260.

„Die Verkehrssicherheit am Schulweg ist höher“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Glatzer. Schülerlotsen und Exekutive würden Übergänge sichern, Autofahrer seien aufmerksamer und vor vielen Schulen seien in den vergangenen Jahren Verkehrssicherheitsmaßnahmen umgesetzt worden.

Um die Zahl der Kinderunfälle im gewöhnlichen Straßenverkehr zu verringern, seien verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem nötig, fordert der VCÖ-Sprecher. Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet, Verkehrsberuhigung in Wohngebieten und ausreichend breite Wege würden die Sicherheit massiv erhöhen. (TT)

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