Letztes Update am Mi, 08.01.2014 13:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großbritannien

US-Hubschrauber in England abgestürzt: vier Todesopfer

Der Absturz eines US-Militärhubschraubers in England hat die Leben aller vier Insassen gefordert. Die Bergung gestaltet sich schwierig. 2013 gab es bereits zwei schwere Helikopter-Unglücke auf der Insel.

Die Maschine vom Typ HH-60G Pave Hawk verunglückte am Dienstagabend an der Küste von Norfolk.

© EPA/JASON BYEDie Maschine vom Typ HH-60G Pave Hawk verunglückte am Dienstagabend an der Küste von Norfolk.



Norwich – Beim Absturz eines US-Militärhubschraubers in England sind alle vier Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ HH-60G Pave Hawk verunglückte am Dienstagabend an der Küste von Norfolk in der Nähe des Dorfes Cley. Rettungskräfte arbeiteten die ganze Nacht an der Unglücksstelle durch.

An Bord der Maschine habe sich Munition befunden, weshalb die Bergung schwierig sei, hieß es am Mittwoch von der Polizei. Die Unfallursache werde genau untersucht.

Die Maschine war auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Lakenheath stationiert. Die Crew sei auf einem Übungsflug in niedriger Höhe unterwegs gewesen, teilte der Standort mit. Üblicherweise sind zwei Piloten sowie ein Schütze und ein Techniker an Bord. Der Hubschrauber stürzte in ein Naturschutzgebiet, in dem normalerweise viele Wanderer und Vogelbeobachter unterwegs sind. Am Boden wurde jedoch niemand verletzt.

Der Hubschrauber-Typ wird vom US-Militär vor allem für die Rettung von Truppen in Kriegsgebieten genutzt. Bis zu zwölf Passagiere können mitgenommen werden.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

In Großbritannien gab es in den vergangenen Monaten zwei schwere Unfälle mit Helikoptern. Ende November stürzte im schottischen Glasgow ein Polizeihubschrauber in ein Musiklokal, neun Menschen kamen ums Leben - die dreiköpfige Besatzung des Polizeihelikopters sowie sechs Gäste des mit 120 Menschen gefüllten Pubs.

Im August 2013 waren beim Absturz eines Hubschraubers vor den schottischen Shetland Inseln vier Menschen gestorben. Der Helikopter mit zwei Besatzungsmitgliedern und 16 Passagieren an Bord hatte Arbeiter einer Ölplattform an Land zum Flughafen Sumburgh bringen sollen. Er stürzte beim Landeanflug ins Meer. (APA/dpa)